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Gold und Silber bei Deutscher Meisterschaft

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr vom 17. Juli bis 18. Juli 2021 in der Richard Schulze Biathlonarena am Sonnenberg bei Sankt Andreasberg/Harz konnte ich wieder Medaillen sammeln und wurde erneut einmal Deutscher Meister und einmal Vizemeister.

Die Deutsche Meisterschaft begann am Samstag, den 17. Juli mit den Sprintwettbewerben. Für meine Altersklasse, die Herren III ging es bei dem Sprint über 4 Kilometer und es musste zweimal geschossen werden. Alle 30 Sekunden gab es einen Start und um 11:34 Uhr war ich an der Reihe, als Letzter der Favoriten auf den Titel in der Klasse Herren III. Ich kam gut ins Rennen und konnte mein angestrebtes Lauftempo halten, so dass alles bis zum ersten Liegendschießen klappte wie gedacht. Am Schießstand lief es jedoch nicht ganz nach Plan, denn es blieben zwei Scheiben stehen und ich musste zweimal in die Strafrunde, bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. So hieß es bis zum Stehendschießen Tempo bolzen. Am Schießstand blieben gar drei Scheiben stehen, so konnte ich erst nach den Strafrunden in die Schlussrunde gehen und im Ziel zeigte die Uhr 20:26 Minuten an. Dann hieß es Geduld haben, denn das offizielle Ergebnis ließ auf sich warten. Am Ende wurde mein Gefühl bestätigt, meine Zeit reichte zum Sieg und zum Deutschen Meistertitel bei den Herren III. Die Silbermedaille ging an Stephan Werner von der SG Bingen und die Bronzemedaille sicherte sich Andreas Tempelfeld vom SV Laubach.

Am nächsten Tag, Sonntag den 18. Juli, stand der Einzelwettkampf über 7 Kilometer an. Das hieß für alle Teilnehmer 4 Schießeinlagen absolvieren und fünfmal die Crossstrecke laufen. Ich startete wieder um 11:34 Uhr und kam auch hier sehr gut in das Rennen mit hohem Lauftempo. Beim ersten Liegendschießen schoss ich einen Fehler, was eine Strafzeit von 30 Sekunden bedeutete. Während dem Laufen hielt ich das Tempo weiterhin hoch und dann folgte das erste Stehendschießen. Hier blieben zwei Scheiben stehen und somit kam eine Strafzeit von 1 Minute hinzu. Läuferisch lief es hervorragend und so kam ich recht schnell zum zweiten Liegendschießen. Hier wollte ich es ganz genau machen und die Null schießen, jedoch kam es anders und gleich drei Scheiben blieben stehen. So kamen weitere 90 Sekunden auf die Laufzeit obendrauf. Etwas gefrustet ging es zurück auf die Laufstrecke und ich lief weiter mit hohem Tempo zum abschließenden Stehendschießen. Dort konzentrierte ich mich nochmal und es klappte fast perfekt, nur eine Scheibe wollte nicht fallen. Jetzt hieß es auf der Laufrunde nochmal alles geben und mit hohem Tempo Richtung Ziel laufen. Dort blieb die Uhr bei 34:33 Minuten stehen, dazu kamen 3:30 Minuten Zeitstrafe, was eine Gesamtzeit von 38:03 Minuten ergab. Das bedeutete den zweiten Platz und die Silbermedaille. Der Sieg ging an Stephan Werner und die Bronzemedaille ging an Gerald Zielinsky von der Schützengilde Zerbst.

Somit war die Deutsche Meisterschaft schon wieder vorbei und ich konnte erneut zwei Medaillen gewinnen. Nun bereite ich mich auf den nächsten Saisonhöhepunkt vor, die tschechische Meisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr Ende September, ehe die bis jetzt erfolgreiche Saison zu Ende sein wird.

Zwei Medaillen in Ruhpolding

Am vergangenen Wochenende, 10.Juli und 11. Juli 2021, war ich bei den Bayerischen Meisterschaften im Sommerbiathlon in Ruhpolding zu Gast. Dort standen ein Sprint und ein Einzelwettkampf mit dem Kleinkalibergewehr auf dem Wettkampfplan.

Am Samstag, 10.07.2021, war nachmittags der Sprintwettkampf über 4km mit 2 Schießeinlagen angesetzt. Es war wie in Bayern zu erwarten eine starke Konkurrenz am Start, darunter neben den bekannten Biathleten, Erwin Weber und Andreas Bayer auch zwei neue Altersklassenteilnehmer mit Albert Hinterstoisser und Albert Staller. Das Wetter war mit 30° C sehr heiß, jedoch gab es immer wieder mal auffrischenden Wind am Schießstand und auch auf der Gegengerade der Laufstrecke. Diese war wellig mit giftigen Steigungen.

Mein Start war um 15:05 Uhr und ich lief mit einem hohen Tempo die erste Laufrunde. Das erste Schießen im Liegendanschlag war fast perfekt, nur eine Scheibe blieb stehen. Ein sehr guter Auftakt am Schießstand und ich drückte in der zweiten Runde beim Laufen richtig aufs Tempo, so kam ich auch an den Schießstand zum abschließendem Stehendschießen. Dort fiel es mir schwer den Anschlag stabil zu bekommen und schoss deshalb 4 Fehler. Etwas ungläubig lief ich die vier Strafrunden und versuchte das Tempo hochzuhalten. Nach 20:38 Minuten kam ich enttäuscht ins Ziel, denn das mit dem Stehendschießen hatte ich mir anders vorgestellt. Das ergab am Ende den 3. Platz in der offenen Wertung der Bayerischen Meisterschaft.

Am Sonntag hatte ich mir natürlich vorgenommen erneut anzugreifen und es am Schießstand besser zu machen. Ich startete als zweiter meiner Altersklasse direkt hinter dem Sieger des Vortages um 15:02:30 Uhr in den Einzelwettkampf. Hier waren 4 Schießeinlagen zu absolvieren, immer abwechselnd liegend und stehend mit der Laufstrecke von 7km Länge. Ich lief zügig aber etwas kontrollierter an, bedingt durch die Erfahrung des Vortages. Das Liegendschießen begann super, die ersten 3 Schieben fielen, die restlichen beiden nicht, somit hatte ich eine Strafminute beisammen. Ich erhöhte den Druck auf meinen Konkurrenten, der 30 Sekunden vor mir gestartet war, und verkürzte den Abstand. Das erste Stehendschießen lief perfekt, 5 Schuss und 5 Treffer. Ich kam noch näher an den Vordermann heran und so ging es zum zweiten Liegendschießen. Wieder blieben zwei Schieben stehen, erneut eine Minute obendrauf auf die Laufzeit. Mein Tempo war hoch, ich fühlte mich gut und so kam das abschließende Stehendschießen. Hier blieben ebenfalls zwei Scheiben stehen, so dass ich erneut eine Minute auf die Laufzeit kassierte. Mein Vordermann drückte jetzt gehörig aufs Tempo, ich versuchte den Abstand nicht zu groß werden zu lassen und kämpfte. Mit einer Zeit von 34:02 Minuten kam ich ins Ziel, was eine Endzeit von 37:02 Minuten ergab. Das war der 1. Platz in der offenen Meisterschaftswertung der Herren III, weil ich in der Summe die beste Gesamtzeit hatte. Mein Vordermann war zwar etwas schneller gelaufen, hatte aber mehr Fehler geschossen und somit mehr Zeitaufschlag erhalten. Zufrieden ging ich zur Siegerehrung und dann auf die Heimreise. Es waren zwei anstrengende Wettkämpfe in Ruhpolding und ein Wiedersehen mit Freunden.

Silbernes Wettkampfwochenende

Am Wochenende vom 26. bis 27. Juni 2021 startete ich in der 1. Runde beim Tschechischen Pokal im Sommerbiathlon in Bystřice pod Hostýnem.

Es waren für mich die ersten wichtigen Sommerbiathlonwettkämpfe 2021. Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle, reine Crosslaufstrecke unter meine Füße nehmen und testen. Es war für das Wochenende Hitze vorausgesagt, das würde es dann eventuell noch schwieriger machen, da einige Passagen der Strecke in der prallen Sonne liegen.

Am Samstag, dem 26. Juni fand dann ein Massenstartwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen statt, nach zweimal Liegendanschlag folgen zwei im Stehendanschlag. Unsere

Klasse, die M46, bildete den Abschluss der Wettkämpfe an diesem Tag mit dem Start um 16:30 Uhr. Ich hatte hier die Startnummer 259 und stand als Gast mitten drin in der Startaufstellung.

Mit dem Startschuss reihte ich mich erstmal in das Läuferfeld ein und lief mit dem Läuferfeld mit, ich fand einen guten Laufrhythmus und begann zu überholen und lag vor dem ersten Schießen auf Position 3. Ich traf dreimal und so musste ich in die Strafrunde und kam an Position 3 zurück auf die Laufstrecke. Die Spitze war unmittelbar vor mir und ich lief direkt dahinter zum zweiten Liegendschiessen. Es lief hier fast alles nach Wunsch nur eine Scheibe blieb stehen. Jetzt lag ich an Position 2 und verkürzte erneut den Rückstand. Beim ersten Stehendschiessen war ich zu ängstlich und wollte es zu genau machen, der letzte Schuss verfehlte knapp sein Ziel und ich musste erneut in die Extrarunde. Ich lag immer noch auf Position 2 mit leichtem Rückstand und wollte daher beim letzten Schießen die Null. Das letzte Schießen lief ebenfalls nicht perfekt, wiederum blieb eine Scheibe stehen und ich ging als Zweiter in die letzte Laufrunde. Nach 30:16 Minuten kam ich als Zweiter ins Ziel und war erstmal geschafft, aber zufrieden mit meiner Leistung.

Am Sonntag, dem 27. Juni stand dann ein klassischer Sprintwettkampf auf dem Plan, mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 30 Sekunden. In meiner Altersklasse der Herren46 hatten sich 26 Starter gemeldet. Ich startete mit der Startnummer 268 als vorletzter Starter der gesamten Konkurrenz. Mit dem Startschuss um 11:59 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo bei heißen Temperaturen. Ich kam zum ersten Schiessen und gleich die ersten beiden Scheiben fielen nicht, kein perfekter Beginn und so konnte ich nur über den Umweg der Strafrunde zurück auf die schwere Laufstrecke. Ich versuchte das Tempo so hoch zu halten wie es nur ging und kam zum Stehendschießen. Hier ging der erste und der letzte Schuss daneben, aber alle anderen Schüsse trafen ihr Ziel. Über einen weiteren kurzen Umweg ging es zurück auf die Laufstrecke und ich lief so schnell wie es ging auf der Laufrunde. Nach 19:59 Minuten war ich im Ziel und wurde erneut Zweiter, 10 Sekunden fehlten zum Sieg, mit einem besseren Schießen wäre es der erste Platz geworden. Dennoch ein schöner Abschluss dieses Wettkampfwochenendes in Tschechien.

Ein besonderer Dank gilt den Biathleten von Staré Město pod Landštejnem rund um Luboš und Frantisek Schorný, welche mich herzlich in ihr Team aufnahmen und betreuten. Es hat mich wieder sehr gefreut diese Freundschaft zu leben.

Erfolgreicher Saisonauftakt in Deutschland

Am Sonntagfrüh den 06.06.2021 fuhr ich an den Butterdamm nach Zerbst, dort fand der Saisonauftakt in Deutschland mit dem KK Gewehr statt. Es war zuerst ein Einzelwettkampf über 7km geplant und fast direkt danach ein Sprintwettkampf über 4km, es waren die ersten Wettkämpfe nach der langen Pause.

Beim ersten Wettkampf musste viermal geschossen werden und es gab hier pro Fehlschuss eine Strafzeit von 30 Sekunden. Die Reihenfolge der Schießeinlagen war abwechselnd liegend und stehend.

Um 10:17 Uhr hieß es „3,2,1, los“ und ich wurde in meinen Wettkampf geschickt. Nach einer schnellen ersten Runde ließ ich beim ersten Schießen eine Scheibe stehen. So ging es aber leider nicht weiter und am Ende hieß es 1/2/1/3 Schießfehler und eine Laufzeit von 34:21 Minuten. Das ergab dann das Endergebnis von 37:51 Minuten, trotzdem gewann ich die Herren Klasse III vor Gerald Zielinsky.

Der zweite Wettkampf, der Sprint mit zwei Schießeinlagen, begann für mich 12:14 Uhr, also gab es keine große Erholungspause. Das Laufen ging besser als erwartet, ich konnte ein gutes Tempo laufen und so kam ich zum ersten Schießen. Hier blieben 2 Scheiben stehen, es gab bei diesem Wettkampf pro Fehlschuss eine Zeitstrafe von 20 Sekunden. Zurück auf der Laufstrecke lief es richtig gut. Beim Stehendschießen passierte mir dann ein sogenanntes „Crossfire“, ich traf alle Scheiben, jedoch auf die des Nachbarstandes! Tja, statt alles getroffen hieß es nun 1:40 Minuten Zeitaufschlag. Mit dieser Enttäuschung ging es in die letzte Runde und mit einer Laufzeit von 18:51 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Zu meiner Überraschung belegte ich auch hier den ersten Platz in einer Zeit von 21:14 Minuten, unglaublich. Es gibt noch einiges zu verbessern und lieber habe ich die Fehler jetzt gemacht als bei der Deutschen Meisterschaft.

Wettkampfauftakt erneut in Tschechien

Die Saison 2021 begann wie bereits im letzten Jahr erneut in Tschechien, diesmal in Liberec beim ansässigen Biathlonverein. Es war auch die Auftaktveranstaltung der dortigen Biathleten der Region und den Aussagen des Veranstalters nach gab es einen Teilnehmerrekord.

Die Strecke war sehr anspruchsvoll, ständig hoch und runter, sehr viele Richtungsänderungen und alles auf Trails mit vielen Wurzeln, Pfützen, Schlamm, also ganz nach meinem Geschmack.

Nach der langen Wettkampfpause wusste ich überhaupt nicht, wie mein momentaner Leistungsstand ist, aber ich war voller Freude auf den Wettkampf und darauf das es endlich losgeht. Um 16:04 Uhr war mein Start und es ging direkt los, der erste Anstieg war schon hart. Es lief aber auch das erste Schießen im liegenden Anschlag war perfekt, fünf Schuss – fünf Treffer! Was für ein Auftakt, die Strecke forderte alles von einem und so kam das zweite Schießen, im stehenden Anschlag, der verflixte letzte Schuss, so dass eine Scheibe stehen blieb. Nach dem kurzen Umweg mit der Strafrunde ging ich in die Schlussrunde. Ich kämpfte damit das Tempo hochzuhalten, denn ich merkte die Kraft ließ nach. So kam dann am letzten Anstieg vor dem Ziel das Gefühl es geht nichts mehr, so als ob einer den Stecker gezogen hätte. Ich kämpfte mich ins Ziel und nach 19:12 Minuten blieb die Uhr stehen. Ich war ans Limit gegangen, das war gut und auch zu erwarten gewesen, dafür sind ja die Wettkämpfe in der Vorbereitung gedacht.

Als Ergebnis gab es einen 2. Platz mit einem fast perfekten Schießen und einer Standortbestimmung im Laufen, damit war ich zufrieden und weiß, an welchen Stellen ich noch arbeiten muss. Ein gelungener Einstand in die Sommerbiathlonsaison.

WIR SIND SPITZE!

Mit der Kampagne „WIR SIND SPITZE!“ stellt der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem Sportkreis Main-Kinzig die erfolgreichsten Sportler*innen der letzten Jahre ins Rampenlicht. Dadurch werden zum einen die erbrachten sportlichen Leistungen der Athleten*innen gewürdigt. Zum anderen wird der Bevölkerung gezeigt, wie vielfältig die Sportlandschaft im Main-Kinzig-Kreis aufgestellt ist und welche auch nicht alltäglichen Sportarten hier erfolgreich betrieben werden können.

Erfolgreicher Premiere in der Slowakei

Am Wochenende vom 11. September bis Sonntag den 13. September 2020 war ich erstmals in der Slowakei bei einem Sommerbiathlonwettkampf am Start. Der Wettkampfort hieß Predajna und dort gab es letzen Durchgang des Slowakischen Cupwettbewerbs und den ersten Wettkampf der Slowakischen Meisterschaft.

Am Donnerstag, den 10. September reiste ich zunächst nach Staré Město pod Landštejnem um mich dort Freitag früh mit dem dortigen Biathlonklub zu treffen, um gemeinsam in die Slowakei zu reisen. Nach dem Eintreffen erfolgte gleich ein Training auf der Biathlonanlage und die Laufstrecken wurden besichtigt und getestet. Anschließend fuhren wir zur Unterkunft, wo ich ebenfalls mit dem Team aus Staré Město untergebracht war.

Die Laufstrecken waren sehr anspruchsvoll, es ging ständig steil hoch und auch steil wieder hinunter. Hier gab es für mich ungewohnte kurze Laufstrecken, denn beim Sprint ging es über 2km und beim Massenstart über 4km, also alles etwas kürzer als in Deutschland. Aber es wurde dadurch auch extrem schnell und die Fehlerhäufigkeit am Schießstand erhöhte sich.

Am Samstag, den 12. September stand im Rahmen des Slowakischen Cups ein Sprintrennen an. Die Auslosung ergab, dass ich der erste Starter meiner Klasse der Männer C war, also ab 50 Jahre und älter und somit vorlegen konnte. Pünktlich um 15:52:30 Uhr erfolgte mein Start und sofort drückte ich aufs Tempo und war gefühlt schon gleich am Schießstand. Im Liegendanschlag gab ich fünf Schuss ab und traf alles, ein perfekter Auftakt. Zurück auf der Laufstrecke machte ich wieder Tempo und kam zum Stehendanschlag. Hier schoss ich zwei Fehler und musste nun in die Strafrunde bevor ich in die Schlussrunde gehen konnte. Auch hier hielt ich das Tempo hoch und kam nach 10:54 Minuten ins Ziel. Schnell stand fest, dass diese Zeit kein anderer Biathlet meiner Klasse unterbieten konnte und somit war mein erster Biathlonauftritt in der Slowakei ein erfolgreicher mit dem 1. Platz.

Sonntag, den 13. September war dann der Meisterschaftsauftakt und alle waren irgendwie nervöser als am Vortag. Es waren alle Verantwortlichen des Slowakischen Biathlonverbandes da, ein Fernsehteam mit Kamerateam war vor Ort und filmte und auch die ehemalige Biathletin Anastasiya Kuzmina war da, sie führte die anschließende Siegerehrung gemeinsam mit dem Präsidenten des slowakischen Biathlonverbandes durch. Es lag eine gewisse Spannung in der Luft. Das Anschießen und die Betreuung durch das tschechische Biathlonteam aus Staré Město war wieder sehr gut und so konnte ich bestens vorbereitet in mein Rennen gehen, welches um 11:45 Uhr startete. Ich lief erstmal nur mit, um zu sehen was die Konkurrenz macht und auch um etwas Kräfte zu sparen, da die Anstiege auf dieser Runde einmal kurz und steil sowie einmal lang und steil waren. Das führte jedoch erstmal dazu, dass ich mir beim ersten Schießen im Liegendanschlag 3 Strafrunden einhandelte. Somit war ich dann unter Zugzwang und lief nun mein Tempo und verkürzte den Rückstand zur Spitze. Das zweite Liegendschießen war dann deutlich besser, es blieb nur eine Scheibe schwarz und ich war nun direkt hinter dem Führenden. Auf der Laufrunde überholte ich und ging in Führung und dachte jetzt läuft alles nach meinem Wunsch. Doch dann kam das erste Schießen im Stehendanschlag und da passierte das, was mir so im Wettkampf noch nie passiert war, ich traf überhaupt keine Scheibe, unglaublich. Die Auswertung der Schüsse durch den tschechischen Trainer ergab, alle Schüsse waren knapp vorbei bzw. Randtreffer, die nicht ausreichten, das die Scheibe umklappte. Also hieß es fünfmal die Strafrunde laufen bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. Ich lag immer noch auf Platz 2, machte noch mal richtig Tempo und kam zum letzten Schießen. Ich setzte alles auf eine Karte und schoss schnell und diesmal trafen alle Schüsse ihr Ziel. Geht doch, dachte ich mir, überholte die Konkurrenz und lief meine Schlussrunde mit hohem Tempo ins Ziel und wurde mit 25:06 Minuten Sieger dieses Massenstartrennens in meiner Alterklasse. Somit fand dieses Biathlonwochenende in der Slowakei einen erfolgreichen Abschluss.

Ein besonderer Dank gilt den Trainern František und Lubos Schorný sowie dem gesamten Team vom Biathlonklub Staré Město pod Landštejnem! Ein weiterer Gruß geht an meinem Freund Karol Hudecek, den ich nach langer Zeit wieder getroffen habe, was mich sehr freute!

Zwei Siege beim CZ-Cup in Jilemnice

Am Wochenende vom 21. August bis 23. August 2020 startete ich beim 2. CZ – Cup 2020 Sommerbiathlonwettkampf in Jilemnice in Tschechien. Dort befindet sich ein sehr schöner, vor zwei Jahren neugebauter Biathlonschießstand.

Es war der letzte von zwei CZ – Cup Wettkampfwochenenden 2020, bei denen sich die tschechischen Biathleten für ihre Meisterschaft qualifizieren konnten. Somit waren spannende Wettkämpfe garantiert.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle Laufstrecke unter meine Füße nehmen und testen.

Am Samstag, dem 22. August stand ein Sprintwettkampf unter Staffelbedingungen auf dem Wettkampfplan. Es war also ein Sprintwettkampf, nur dass man wie in den Staffelwettkämpfen pro Schießeinlage maximal 3 Nachladepatronen hat. In meiner Altersklasse der Herren 46 waren 22 Starter gemeldet und ich startete als Drittletzter meiner Altersklasse. Das Rennen ging bei mir gleich richtig gut los, das Lauftempo war hoch und schon kam ich zum ersten Schiessen. Das Liegendschiessen war eigentlich gut, trotz der 3 Nachlader blieb jedoch eine Scheibe stehen. Also musste ich eine Strafrunde laufen bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. Dort lief ich etwas angefressen weiterhin mein hohes Tempo und kam so zum Stehendschiessen. Dort war es ebenfalls knapp, wiederum blieben zwei Scheiben schwarz, jedoch diesmal passten die zwei Nachlader. Ich spürte, dass es eng werden könnte und ging deshalb mit hohem Tempo in die Schlussrunde. Die Zeit im Ziel betrug 20:41 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 1. Platz und die Goldmedaille. Der Vorsprung auf Platz 2 betrug knappe 4 Sekunden auf Ondřej Blaha. Platz 3 erkämpfte sich Jiří Stráněl, beide vom SK Rover/Tschechien.

Am Samstag, dem 23. August fand dann ein Sprintwettkampf mit den klassischen Einzelstarts alle 20 Sekunden statt. Meine Startzeit war um14:57:20 Uhr und so war ich mittendrin im Starterfeld. Mit dem Startzeichen war ich gleich super im Wettkampf mit hohem Renntempo. Beim Liegendschiessen, machte ich 5 Schuss und alle Scheiben fielen. Ich konnte direkt zurück auf die Laufstrecke, wieder sofort Tempo machen. Am Schießstand war ich konzentriert und traf präzise alle Scheiben, ein perfektes Schiessen. Nun noch einmal auf die Laufstrecke um es ins Ziel zu bringen. Das Tempo war hoch und ich überholte weiter fleißig. Meine Zeit im Ziel betrug 19:09 Minuten und bedeutete den Sieg in meiner Klasse. Die Plätze 2 und 3 belegten: Jaromír Šimůnek von SKP Kornspitz und Ladislav Schejbal von KB Trefa

Jetzt stehen nur noch wenige Wettkampftermine an, einer davon in Steinwenden/ Pfalz. Mit den Slovakischen Meisterschaften und zum Abschluss die Tschechische Meisterschaften im Sommerbiathlon sind noch zwei Höhepunkte dabei.

Erfolgreich in Pilsen

Auf dem Weg zu den tschechischen Meisterschaften im Sommerbiathlon Ende September in Lethorad, gab es am Samstag, den 15.08.2020 einen Vorbereitungswettkampf in Pilsen. Dort stand ein Sprint über 4 km mit zwei Schießeinlagen, einmal Liegend und einmal Stehend auf dem Wettkampfplan. Dieser Wettkampf war gleichzeitig auch die Generalprobe für den zweiten Wettkampf im Tschechischen Pokal nächste Woche in Jelemince.

Der Schießstand und die Laufstrecke waren anspruchsvoll und ich war voller Vorfreude, jedoch kam ich gefühlt schwer in den Wettkampf rein. Bis zum ersten Schießen lief es irgendwie nicht, auch beim Schießen unterliefen mir drei Fehler, so dass ich dreimal die Strafrunde zu laufen hatte. Auf der Strecke wurde es besser und ich hatte endlich ein gutes Gefühl. Das Schießen blieb an diesem Tag durchwachsen, ich machte erneut zwei Schießfehler und musste in die Strafrunde. In der letzten Laufrunde gab ich nochmals alles und kam nach 19:21 Minuten ins Ziel. Da ist noch viel Luft nach oben und ich weiß, nächste Woche muss das mit dem Schießen wieder besser klappen.
Dennoch gewann ich meine Altersklasse M46 und hätte mit meinem Ergebnis bei den Männern Platz 3 belegt, also war ich doch nicht so langsam wie gefühlt. Ein befriedigendes Ende nach einer holprigen Generalprobe.

Sommerbiathlon in Altengronau bei Rekordtemperaturen

Am Samstag den 1. August 2020 fand rund um das Schützenhaus Altengronau ein Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr statt. Es war ein besonderer Wettkampf, den der Schützenverein organisierte und ausrichtete, denn es war der erste Wettkampf unter dem Dach des Hessischen Schützenverbandes nach Lockerung der Beschränkung während der Coronapandemie, natürlich durchgeführt mit einem genehmigten Wettkampfkonzept. Erschwerend für die Sportler war die Außentemperatur von 37,8° Celsius.

Nach einem Training am Vormittag, konnte der Wettkampf pünktlich um 14 Uhr starten und es ging trotz der Hitze mit hohem Tempo los. Die Strecke war anspruchsvoll, trotzdem sehr gut zu laufen, die Tücken warteten am Schießstand, denn alle Sportler befanden sich erst seit kurzem wieder im Training. Das besondere war, dass es um einen Sprintwettkampf unter Staffelbedingungen ging, das bedeutete, dass neben den regulären 5 Schuss pro Anschlag, jeder Biathlet noch maximal 3 Nachlader zur Verfügung hatte um alle 5 Ziele zu treffen.

Von den heimischen Biathleten war nur Mathias Schink am Start, da die anderen entweder Prüfungen im Studium hatten oder arbeiten mussten.

In der Herren Altersklasse gab es einen Zweikampf zwischen dem Laubacher Holger Wissmann und dem Marjösser Physiotherapeuten Mathias Schink. Mathias zeigte am Schießstand keine Nerven und lieferte zweimal ein perfektes Schießen ab, denn er benötigte keinen der möglichen Nachlader und zeigte auf der schweren Laufstrecke eine Klasseleistung. Die Zeit von 17:28 Minuten für die 4km war sehr gut und so gewann er am Ende deutlich vor Holger, der 21:47 Minuten benötigte.

Es war es ein sehr schöner Wettkampf und auch ein erfolgreicher Test für die noch anstehenden wenigen Wettkampftermine in diesem Jahr. Die Teilnehmer aus 3 Bundesländern lobten die Veranstalter für die Durchführung des Wettkampfes und halfen dankenswerterweise am Ende der Veranstaltung beim Aufräumen.