Erfolgreicher Premiere in der Slowakei

Am Wochenende vom 11. September bis Sonntag den 13. September 2020 war ich erstmals in der Slowakei bei einem Sommerbiathlonwettkampf am Start. Der Wettkampfort hieß Predajna und dort gab es letzen Durchgang des Slowakischen Cupwettbewerbs und den ersten Wettkampf der Slowakischen Meisterschaft.

Am Donnerstag, den 10. September reiste ich zunächst nach Staré Město pod Landštejnem um mich dort Freitag früh mit dem dortigen Biathlonklub zu treffen, um gemeinsam in die Slowakei zu reisen. Nach dem Eintreffen erfolgte gleich ein Training auf der Biathlonanlage und die Laufstrecken wurden besichtigt und getestet. Anschließend fuhren wir zur Unterkunft, wo ich ebenfalls mit dem Team aus Staré Město untergebracht war.

Die Laufstrecken waren sehr anspruchsvoll, es ging ständig steil hoch und auch steil wieder hinunter. Hier gab es für mich ungewohnte kurze Laufstrecken, denn beim Sprint ging es über 2km und beim Massenstart über 4km, also alles etwas kürzer als in Deutschland. Aber es wurde dadurch auch extrem schnell und die Fehlerhäufigkeit am Schießstand erhöhte sich.

Am Samstag, den 12. September stand im Rahmen des Slowakischen Cups ein Sprintrennen an. Die Auslosung ergab, dass ich der erste Starter meiner Klasse der Männer C war, also ab 50 Jahre und älter und somit vorlegen konnte. Pünktlich um 15:52:30 Uhr erfolgte mein Start und sofort drückte ich aufs Tempo und war gefühlt schon gleich am Schießstand. Im Liegendanschlag gab ich fünf Schuss ab und traf alles, ein perfekter Auftakt. Zurück auf der Laufstrecke machte ich wieder Tempo und kam zum Stehendanschlag. Hier schoss ich zwei Fehler und musste nun in die Strafrunde bevor ich in die Schlussrunde gehen konnte. Auch hier hielt ich das Tempo hoch und kam nach 10:54 Minuten ins Ziel. Schnell stand fest, dass diese Zeit kein anderer Biathlet meiner Klasse unterbieten konnte und somit war mein erster Biathlonauftritt in der Slowakei ein erfolgreicher mit dem 1. Platz.

Sonntag, den 13. September war dann der Meisterschaftsauftakt und alle waren irgendwie nervöser als am Vortag. Es waren alle Verantwortlichen des Slowakischen Biathlonverbandes da, ein Fernsehteam mit Kamerateam war vor Ort und filmte und auch die ehemalige Biathletin Anastasiya Kuzmina war da, sie führte die anschließende Siegerehrung gemeinsam mit dem Präsidenten des slowakischen Biathlonverbandes durch. Es lag eine gewisse Spannung in der Luft. Das Anschießen und die Betreuung durch das tschechische Biathlonteam aus Staré Město war wieder sehr gut und so konnte ich bestens vorbereitet in mein Rennen gehen, welches um 11:45 Uhr startete. Ich lief erstmal nur mit, um zu sehen was die Konkurrenz macht und auch um etwas Kräfte zu sparen, da die Anstiege auf dieser Runde einmal kurz und steil sowie einmal lang und steil waren. Das führte jedoch erstmal dazu, dass ich mir beim ersten Schießen im Liegendanschlag 3 Strafrunden einhandelte. Somit war ich dann unter Zugzwang und lief nun mein Tempo und verkürzte den Rückstand zur Spitze. Das zweite Liegendschießen war dann deutlich besser, es blieb nur eine Scheibe schwarz und ich war nun direkt hinter dem Führenden. Auf der Laufrunde überholte ich und ging in Führung und dachte jetzt läuft alles nach meinem Wunsch. Doch dann kam das erste Schießen im Stehendanschlag und da passierte das, was mir so im Wettkampf noch nie passiert war, ich traf überhaupt keine Scheibe, unglaublich. Die Auswertung der Schüsse durch den tschechischen Trainer ergab, alle Schüsse waren knapp vorbei bzw. Randtreffer, die nicht ausreichten, das die Scheibe umklappte. Also hieß es fünfmal die Strafrunde laufen bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. Ich lag immer noch auf Platz 2, machte noch mal richtig Tempo und kam zum letzten Schießen. Ich setzte alles auf eine Karte und schoss schnell und diesmal trafen alle Schüsse ihr Ziel. Geht doch, dachte ich mir, überholte die Konkurrenz und lief meine Schlussrunde mit hohem Tempo ins Ziel und wurde mit 25:06 Minuten Sieger dieses Massenstartrennens in meiner Alterklasse. Somit fand dieses Biathlonwochenende in der Slowakei einen erfolgreichen Abschluss.

Ein besonderer Dank gilt den Trainern František und Lubos Schorný sowie dem gesamten Team vom Biathlonklub Staré Město pod Landštejnem! Ein weiterer Gruß geht an meinem Freund Karol Hudecek, den ich nach langer Zeit wieder getroffen habe, was mich sehr freute!

Zwei Siege beim CZ-Cup in Jilemnice

Am Wochenende vom 21. August bis 23. August 2020 startete ich beim 2. CZ – Cup 2020 Sommerbiathlonwettkampf in Jilemnice in Tschechien. Dort befindet sich ein sehr schöner, vor zwei Jahren neugebauter Biathlonschießstand.

Es war der letzte von zwei CZ – Cup Wettkampfwochenenden 2020, bei denen sich die tschechischen Biathleten für ihre Meisterschaft qualifizieren konnten. Somit waren spannende Wettkämpfe garantiert.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle Laufstrecke unter meine Füße nehmen und testen.

Am Samstag, dem 22. August stand ein Sprintwettkampf unter Staffelbedingungen auf dem Wettkampfplan. Es war also ein Sprintwettkampf, nur dass man wie in den Staffelwettkämpfen pro Schießeinlage maximal 3 Nachladepatronen hat. In meiner Altersklasse der Herren 46 waren 22 Starter gemeldet und ich startete als Drittletzter meiner Altersklasse. Das Rennen ging bei mir gleich richtig gut los, das Lauftempo war hoch und schon kam ich zum ersten Schiessen. Das Liegendschiessen war eigentlich gut, trotz der 3 Nachlader blieb jedoch eine Scheibe stehen. Also musste ich eine Strafrunde laufen bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. Dort lief ich etwas angefressen weiterhin mein hohes Tempo und kam so zum Stehendschiessen. Dort war es ebenfalls knapp, wiederum blieben zwei Scheiben schwarz, jedoch diesmal passten die zwei Nachlader. Ich spürte, dass es eng werden könnte und ging deshalb mit hohem Tempo in die Schlussrunde. Die Zeit im Ziel betrug 20:41 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 1. Platz und die Goldmedaille. Der Vorsprung auf Platz 2 betrug knappe 4 Sekunden auf Ondřej Blaha. Platz 3 erkämpfte sich Jiří Stráněl, beide vom SK Rover/Tschechien.

Am Samstag, dem 23. August fand dann ein Sprintwettkampf mit den klassischen Einzelstarts alle 20 Sekunden statt. Meine Startzeit war um14:57:20 Uhr und so war ich mittendrin im Starterfeld. Mit dem Startzeichen war ich gleich super im Wettkampf mit hohem Renntempo. Beim Liegendschiessen, machte ich 5 Schuss und alle Scheiben fielen. Ich konnte direkt zurück auf die Laufstrecke, wieder sofort Tempo machen. Am Schießstand war ich konzentriert und traf präzise alle Scheiben, ein perfektes Schiessen. Nun noch einmal auf die Laufstrecke um es ins Ziel zu bringen. Das Tempo war hoch und ich überholte weiter fleißig. Meine Zeit im Ziel betrug 19:09 Minuten und bedeutete den Sieg in meiner Klasse. Die Plätze 2 und 3 belegten: Jaromír Šimůnek von SKP Kornspitz und Ladislav Schejbal von KB Trefa

Jetzt stehen nur noch wenige Wettkampftermine an, einer davon in Steinwenden/ Pfalz. Mit den Slovakischen Meisterschaften und zum Abschluss die Tschechische Meisterschaften im Sommerbiathlon sind noch zwei Höhepunkte dabei.

Erfolgreich in Pilsen

Auf dem Weg zu den tschechischen Meisterschaften im Sommerbiathlon Ende September in Lethorad, gab es am Samstag, den 15.08.2020 einen Vorbereitungswettkampf in Pilsen. Dort stand ein Sprint über 4 km mit zwei Schießeinlagen, einmal Liegend und einmal Stehend auf dem Wettkampfplan. Dieser Wettkampf war gleichzeitig auch die Generalprobe für den zweiten Wettkampf im Tschechischen Pokal nächste Woche in Jelemince.

Der Schießstand und die Laufstrecke waren anspruchsvoll und ich war voller Vorfreude, jedoch kam ich gefühlt schwer in den Wettkampf rein. Bis zum ersten Schießen lief es irgendwie nicht, auch beim Schießen unterliefen mir drei Fehler, so dass ich dreimal die Strafrunde zu laufen hatte. Auf der Strecke wurde es besser und ich hatte endlich ein gutes Gefühl. Das Schießen blieb an diesem Tag durchwachsen, ich machte erneut zwei Schießfehler und musste in die Strafrunde. In der letzten Laufrunde gab ich nochmals alles und kam nach 19:21 Minuten ins Ziel. Da ist noch viel Luft nach oben und ich weiß, nächste Woche muss das mit dem Schießen wieder besser klappen.
Dennoch gewann ich meine Altersklasse M46 und hätte mit meinem Ergebnis bei den Männern Platz 3 belegt, also war ich doch nicht so langsam wie gefühlt. Ein befriedigendes Ende nach einer holprigen Generalprobe.

Sommerbiathlon in Altengronau bei Rekordtemperaturen

Am Samstag den 1. August 2020 fand rund um das Schützenhaus Altengronau ein Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr statt. Es war ein besonderer Wettkampf, den der Schützenverein organisierte und ausrichtete, denn es war der erste Wettkampf unter dem Dach des Hessischen Schützenverbandes nach Lockerung der Beschränkung während der Coronapandemie, natürlich durchgeführt mit einem genehmigten Wettkampfkonzept. Erschwerend für die Sportler war die Außentemperatur von 37,8° Celsius.

Nach einem Training am Vormittag, konnte der Wettkampf pünktlich um 14 Uhr starten und es ging trotz der Hitze mit hohem Tempo los. Die Strecke war anspruchsvoll, trotzdem sehr gut zu laufen, die Tücken warteten am Schießstand, denn alle Sportler befanden sich erst seit kurzem wieder im Training. Das besondere war, dass es um einen Sprintwettkampf unter Staffelbedingungen ging, das bedeutete, dass neben den regulären 5 Schuss pro Anschlag, jeder Biathlet noch maximal 3 Nachlader zur Verfügung hatte um alle 5 Ziele zu treffen.

Von den heimischen Biathleten war nur Mathias Schink am Start, da die anderen entweder Prüfungen im Studium hatten oder arbeiten mussten.

In der Herren Altersklasse gab es einen Zweikampf zwischen dem Laubacher Holger Wissmann und dem Marjösser Physiotherapeuten Mathias Schink. Mathias zeigte am Schießstand keine Nerven und lieferte zweimal ein perfektes Schießen ab, denn er benötigte keinen der möglichen Nachlader und zeigte auf der schweren Laufstrecke eine Klasseleistung. Die Zeit von 17:28 Minuten für die 4km war sehr gut und so gewann er am Ende deutlich vor Holger, der 21:47 Minuten benötigte.

Es war es ein sehr schöner Wettkampf und auch ein erfolgreicher Test für die noch anstehenden wenigen Wettkampftermine in diesem Jahr. Die Teilnehmer aus 3 Bundesländern lobten die Veranstalter für die Durchführung des Wettkampfes und halfen dankenswerterweise am Ende der Veranstaltung beim Aufräumen.

Erneut Gold in Tschechien

Am Samstag, den 11. Juli 2020, führte es mich ins tschechische Beroun. Dort stand ein Einzelwettkampf im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr über 7km an.

Die Strecke war sehr anspruchsvoll, nur Singletrails und entsprach vom Profil her meinen Vorstellungen. Steile Anstiege, Waldboden und immer wieder Richtungswechsel.

Mit dem Startschuss kam ich gleich ins Rennen hinein, das Lauftempo war gut und ich fühlte mich super. So kam ich zum ersten Schießen im Liegendanschlag und es wurde fast ein perfektes Schießen, fünf Schuss, vier Treffer aber die ersten 30 Sekunden Strafzeit. Zurück auf der Strecke merkte ich am Berg, dass ich die erste Runde zu schnell gewesen war, denn ich tat mich bergauf schwer. Dann folgte das erste Stehendschießen, die ersten drei Schuss trafen ihr Ziel, doch dann passierten mit zwei kleine Fehler und die Scheiben blieben stehen. So erging es mir auch bei den zwei folgenden Schießeinlagen, immer blieben zwei Scheiben durch vermeidbare Fehler stehen und so sammelte ich insgesamt 3:30 Strafminuten durch die 7 Schießfehler ein. Dafür ging das Laufen wieder etwas besser und nach 37:43 Minuten kam ich ins Ziel. Das bedeute dann in der Endabrechnung 41:13 Minuten mit denen ich nicht zufrieden war. Als die Ergebnisse veröffentlicht wurden, hatte ich meine Klasse M46 gewonnen. Für mich ungewohnt, ich hatte nur die drittbeste Laufzeit, naja, die Gründe sind mir bekannt und ich werde weiter im Training daran arbeiten, dass das wieder besser wird.

Bei der Siegerehrung gab es dann für das Podest jeweils einen Kuchen, dekoriert mit der erreichten Platzierung, eine schöne Idee.

Sommerbiathlonauftakt in Deutschland

Am Sonntag, den 28.06.2020 fand der erste Sommerbiathlonwettkampf in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie statt, dafür ging es an den Butterdamm nach Zerbst, denn dort gab es einen Einzelwettkampf über 7km. Der gesamte Wettkampf fand selbstverständlich unter den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen statt.

Es musste viermal geschossen werden und es gab hier pro Fehlschuss eine Strafzeit von 30 Sekunden, die Reihenfolge der Schießeinlagen war Liegend und Stehend abwechselnd.

Das Wetter meinte es auch gut, es war nicht mehr so heiß wie die Tage zuvor. Ich war etwas angeschlagen im Rippenbereich, aber ich wollte unbedingt dabei sein, als es wieder losging.

Start für mich war um 10:12 Uhr, dann hieß es 3,2,1, los und ich wurde in meinen Wettkampf geschickt. Nach einer schnellen ersten Runde ließ ich beim ersten Liegenschießen eine Scheibe stehen. Beim ersten Stehendschießen blieben 2 Scheiben schwarz und beim zweiten Liegendanschlag blieb wieder nur eine Scheibe schwarz, es lief alles soweit gut und dann kam das abschließende Stehendschießen, dieses ging gründlich schief bzw. daneben, denn es blieben 4 Schieben schwarz. Am Ende stand eine Laufzeit von 34:48 Minuten auf der Uhr, das ergab inklusive Strafzeit dann 38:48 Minuten und ich gewann dennoch die Herren Klasse III vor Gerald Zielinsky von der SGi Zerbst.

Goldenes Wochenende in Tschechien

Am Wochenende vom 20. bis 21. Juni 2020 startete ich in der 1. Runde im Tschechischen Pokal im Sommerbiathlon in Bystřice pod Hostýnem.

Es waren für mich die ersten wichtige Sommerbiathlonwettkämpfe 2020. Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle, reine Crosslaufstrecke unter meine Füße nehmen und testen. Es sollte richtig schwer werden, denn es regnete und es waren weitere starke Regenfälle voraus gesagt worden.

Wichtig war auch wieder das „Schultern“ des Gewehres zu üben, denn in der CZ gelten andere Regeln, da die Wettkämpfe sich nahe am Winterbiathlon orientieren.

Am Samstag, dem 20. Juni fand dann ein Massenstartwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen statt, nach zweimal Liegendanschlag folgen zwei im Stehendanschlag. Unsere

Klasse, die M46, bildete den Abschluss der Wettkämpfe an diesem Tag mit dem Start um 18:30 Uhr. Ich hatte hier die Startnummer 250 und stand als Gast mitten drin in der Startaufstellung. Die große Frage war nun, wie gehe ich mit den besonderen Umständen um, der Boden war tief und rutschig. Ich entschied mich erstmal dafür die erste Runde mitzulaufen und die Strecke zu „erkunden“, wo man Tempo machen konnte.

Mit dem Startschuss reihte ich mich erstmal in das Läuferfeld ein und war froh, nicht zu stürzen, denn es ging rutschig bergab. Ich gewöhnte mich schnell an die Verhältnisse und begann zu überholen und lag vor dem ersten Schießen auf Position 4. Ich traf dreimal und so musste ich in die Strafrunde und kam an Position 3 zurück auf die Laufstrecke. Die Spitze war unmittelbar vor mir und ich lief direkt dahinter zum zweiten Liegendschiessen. Es lief hier alles nach Wunsch und ich traf alle Scheiben. Jetzt lag ich an Position 2 und ich verkürzte erneut den Rückstand. Beim ersten Stehendschiessen war ich zu ängstlich und wollte es zu genau machen, drei Schüsse verfehlten knapp ihr Ziel und ich musste dreimal in die Extrarunde. Ich lag immer noch auf Position 2 mit leichtem Rückstand und ich wollte beim letzten Schießen die Null. Das letzte Schießen absolvierte ich perfekt, ging nun in Führung und in die letzte Laufrunde. Nach 31:24 Minuten kam ich als Sieger ins Ziel und war erstmal geschafft, aber zufrieden mit meiner Leistung.

Am Sonntag, dem 21. Juni stand dann ein klassischer Sprintwettkampf auf dem Plan, mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 30 Sekunden. In meiner Altersklasse der Herren46 hatten sich 29 Starter gemeldet. Ich startete mit der Startnummer 267 als letzter Starter der gesamten Konkurrenz und bildete den Abschluss des Wettkampfes. Mit dem Startschuss um 11:43,30 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo für die extremen Bodenverhältnisse, da durch den andauernden Regen kein fester Untergrund mehr vorhanden war. Ich kam zum ersten Schiessen und traf alle Scheiben. Ein perfekter Beginn und so konnte ich wieder auf die schwere Laufstrecke. Ich versuchte das Tempo so hoch zu halten wie es nur ging und kam zum Stehendschießen. Hier ging der erste Schuss knapp vorbei, aber alle anderen Schüsse trafen ihr Ziel. Über einen kurzen Umweg ging es zurück auf die Laufstrecke und ich lief so schnell es die Laufstrecke und vor allem der Boden zuließ. Nach 20:15 Minuten war ich im Ziel und es stand schnell fast, ich hatte erneut gewonnen. Ein schöner Abschluss eines anstrengendem, besonderem Wettkampfwochenendes.

Ein besonderer Dank gilt den Biathleten von Staré Město pod Landštejnem rund um Luboš Schorný, welche mich herzlich in ihr Team aufnahmen und betreuten. Es hat mich sehr gefreut diese Gastfreundschaft zu erleben und zu spüren.

Erfolgreicher Abschluss der Cross-Saison 2020

Mit den Crossläufen in Wasserlos standen die ersten Läufe nach meiner Verletzungspause an und gleichzeitig bedeuteten sie auch den Abschluss der Crosssaison.

Beim Kennenlernen der Laufstrecke stand schnell fest, dass einige Passagen sehr schwer zu laufen sein würden, denn der Boden war aufgrund des Wetters und der stattgefundenen Waldarbeiten sehr tief. Dazu kamen noch einige leichte Bodenwellen, aber insgesamt war die Laufstrecke eher flach ausgewiesen. Alles die Folge eines Unwetter im August letzten Jahres.

Los ging es mit der Kurzstrecke über eine Runde von 3,1km Länge. Gleich mit dem Startschuss lief ich in der Spitzengruppe mit, doch zwei Läufer konnten sich etwas absetzen. Der Untergrund machte mir ziemlich viel Spaß und ich versuchte das Loch nach vorne nicht größer werden zu lassen, erhöhte deshalb mein  Lauftempo und konnte an einem Anstieg zu einem der Läufer aufschließen und so ging es Richtung Ziel. Jetzt fehlte mir aber etwas die Kraft und so kam ich als Dritter der Gesamtwertung nach 11:59 Minuten ins Ziel. Ein hartes Stück Arbeit, aber die Verletzung ist ausgeheilt und machte keine Probleme.

Als zweites gab es noch die Langstrecke über 9,3km und das bedeutete die Laufrunde musste dreimal gelaufen werden. Ich fühlte mich gut, aber merkte bereits kurz nach dem Start, dass die Beine schon recht müde waren. So musste ich meine Laufgruppe ziehen lassen und führte eine Verfolgergruppe an. Bei Kilometer 5 war dann meine Führungsarbeit vorbei, ich reihte mich in der Gruppe am Ende ein und lief das Tempo mit. Einer Tempoverschärfung bei Kilometer 8 konnte ich nicht mehr richtig folgen und so entstand eine kleine Lücke, die ich bis ins Ziel konstant halten konnte. Ich lief nach 9,3km als Gesamtzwölfter mit einer Zeit von 38:07 Minuten ins Ziel und war zufrieden mit meiner Leistung. Jedoch hatte es mich sehr viele Körner gekostet und daher war ich richtig platt.

Nach dem Auslaufen erfolgte die Siegerehrung, ich wurde Vierter in meiner Klasse (M50).

Nun geht es nach einer Trainingsphase mit dem ersten Sommerbiathlonwettkampf in St. Leon-Rot in die neue Biathlonsaison 2020.

Sieg und Platz 2 in Sulzbach beim Cross der LuT Aschaffenburg

Am Samstag, den 01.02.2020 lief ich beim Crosslauf in Sulzbach, nahe Aschaffenburg, die Mittel – und die Langstrecke.

Die Strecke hat so alles zu bieten was einen guten Crosslauf ausmacht: kurze knackige Anstiege, enge Kurven und jede Menge Wurzeln, dazu diesmal viel Matsch und tiefer Boden, alles bei Temperaturen um 11°C und Regen.

Zuerst lief ich die Mittelstrecke über ca. 3,3km, das waren 3 Runden je 1,1km.

Mit meiner Startnummer 1 ging es natürlich in die erste Startreihe und ich war bereit für ein schnelles Crossrennen. Ich kam gut ins Rennen rein und lief mit der Spitzengruppe mit, jedoch konnte man in der ersten Runde den Charakter der Strecke schon spüren, es war ein schwerer Rundkurs. Die Spitze konnte sich nach und nach absetzen und ich lief mein Tempo dahinter. Nach 13:47 Minuten kam ich ins Ziel und war Zweiter der Gesamtwertung der Männer und siegte in meiner Klasse M50. Ein guter Beginn und die Streckenkenntnisse sollten sich später noch auszahlen.

Um 13:50 Uhr begann der Hauptlauf über die Langstrecke mit 6 Runden a 1.1km. Der Regen und die anderen Starterfelder machten den Boden tief und rutschig, so dass ich mich für die Spikes entschied. So ging ich bestens vorbereitet an den Start. Auch hier ging ich mit der Startnummer 1 nach vorne und wieder lief alles nach Plan, ich lief vorne mit. Beim ersten Downhill konnten sich die führenden Läufer etwas absetzen und ich lief bergauf den Rückstand wieder weg. So ging es Runde für Runde und es wurde immer schwerer den Rückstand zuzulaufen, obwohl ich ein hohes Tempo lief. Nach 28:50 Minuten kam ich als Gesamt 7. ins Ziel und belegte in der Klasse M50 den zweiten Platz, erneut hinter Holger Simon vom TV Wasserlos, welcher Gesamt 6. vor mir wurde.

Ich war mehr als zufrieden, einfach ein toller Lauf auf einer tollen Strecke. Dem Ausrichter ist wieder mal eine gute Veranstaltung gelungen!

Zweimal Platz 2 beim Cross in Kahl

Im Rahmen der Saisonvorbereitung stand am Samstag, den 25. Januar 2020 der Crosslauf in Kahl auf meinem Trainingsplan. Hier war diesmal alles anders, denn die bekannte Strecke durch den Wald war wegen Sturmschäden gesperrt. Doch es gab eine sehr gute neue Crossstrecke, eine Runde von 1,4 Kilometern, die dann eben mehrmals gelaufen werden musste.

Los ging es für mich mit einem Crosslauf über 2 Runden und somit 2,8 Kilometern. Ich konnte zu Beginn einen guten Rhythmus und ein schnelles Tempo finden und laufen. Hatte ich am Anfang noch die Möglichkeit mit einer kleinen Gruppe mitzugehen gelang es mir nicht mich abzusetzen, sondern konnte am Anfang der zweiten Runde dieses Tempo sogar nicht mehr halten und musste abreißen lassen. Ich versuchte den Abstand nach vorne nicht zu groß werden zu lassen, was mir auch gelang. In der Endabrechnung war das Platz 4 in der Gesamtwertung und Platz 2 in der Klasse M50. Die Zeit im Ziel von 10:22Minuten war knapp hinter meinem Konkurrenten Holger Finkelmann vom LuT Aschaffenburg, der die M50 gewann in 10:02 Minuten.

Nach einer kurzen Pause stand dann der nächste Crosslauf an, diesmal über 6 Runden und 8,4km. Ich lief gleich in einer Gruppe mit und wir bildeten das Verfolgerfeld, denn die Spitzengruppe lief ihr eigenes Tempo. Für mich entwickelte sich das Rennen sehr gut, denn die ersten zwei Runden konnte ich das Tempo mitgehen. In der dritten Runde erfolgte eine Tempoverschärfung und ich musste etwas abreisen lassen, jedoch lief ich ein konstantes Tempo und kam mit jeder weiteren Runde näher dran und konnte einige der Gruppe ein- und überholen. Nach 33:01 Minuten kam ich als Gesamtachter ins Ziel und wurde erneut 2. in der M50 Klasse.

Mit dem Verlauf des zweiten Rennens bin ich sehr zufrieden, da ich gerade zum Ende des Rennes mein Tempo steigern konnte.

Nächste Woche stehen mit den Crossläufen des LuT Aschaffenburg die letzten Vorbereitungsläufe für die Hessischen Crosslaufmeisterschaften am 15.02. in Altenstadt an.