Zweimal Platz 2 beim Cross in Kahl

Im Rahmen der Saisonvorbereitung stand am Samstag, den 25. Januar 2020 der Crosslauf in Kahl auf meinem Trainingsplan. Hier war diesmal alles anders, denn die bekannte Strecke durch den Wald war wegen Sturmschäden gesperrt. Doch es gab eine sehr gute neue Crossstrecke, eine Runde von 1,4 Kilometern, die dann eben mehrmals gelaufen werden musste.

Los ging es für mich mit einem Crosslauf über 2 Runden und somit 2,8 Kilometern. Ich konnte zu Beginn einen guten Rhythmus und ein schnelles Tempo finden und laufen. Hatte ich am Anfang noch die Möglichkeit mit einer kleinen Gruppe mitzugehen gelang es mir nicht mich abzusetzen, sondern konnte am Anfang der zweiten Runde dieses Tempo sogar nicht mehr halten und musste abreißen lassen. Ich versuchte den Abstand nach vorne nicht zu groß werden zu lassen, was mir auch gelang. In der Endabrechnung war das Platz 4 in der Gesamtwertung und Platz 2 in der Klasse M50. Die Zeit im Ziel von 10:22Minuten war knapp hinter meinem Konkurrenten Holger Finkelmann vom LuT Aschaffenburg, der die M50 gewann in 10:02 Minuten.

Nach einer kurzen Pause stand dann der nächste Crosslauf an, diesmal über 6 Runden und 8,4km. Ich lief gleich in einer Gruppe mit und wir bildeten das Verfolgerfeld, denn die Spitzengruppe lief ihr eigenes Tempo. Für mich entwickelte sich das Rennen sehr gut, denn die ersten zwei Runden konnte ich das Tempo mitgehen. In der dritten Runde erfolgte eine Tempoverschärfung und ich musste etwas abreisen lassen, jedoch lief ich ein konstantes Tempo und kam mit jeder weiteren Runde näher dran und konnte einige der Gruppe ein- und überholen. Nach 33:01 Minuten kam ich als Gesamtachter ins Ziel und wurde erneut 2. in der M50 Klasse.

Mit dem Verlauf des zweiten Rennens bin ich sehr zufrieden, da ich gerade zum Ende des Rennes mein Tempo steigern konnte.

Nächste Woche stehen mit den Crossläufen des LuT Aschaffenburg die letzten Vorbereitungsläufe für die Hessischen Crosslaufmeisterschaften am 15.02. in Altenstadt an.

Standortbestimmung in Darmstadt

Am Sonntag, den 24. November 2019 stand der Crosslauf in Darmstadt auf meinem Wettkampfplan und ich wusste bereits von meinen Vereinkameraden, dass die Laufstrecke schön und schwer ist.

Die 1,2 km lange Laufrunde ging zunächst gefühlt irgendwie ständig um die Kurve um dann kurzzeitig bergauf zu verlaufen. Die Steigungen waren kurz aber steil und ab und zu lag ein Strohballen als Hindernis auf der Laufstrecke. Nach der Startrunde hieß es dann die Runde fünfmal zu absolvieren. Durch das gute Wetter der letzten Tage war der Boden sehr gut zu laufen und machte es zum Glück nicht noch schwerer.

Die Altersklassenathleten gingen gemeinsam mit den U20 Männern an den Start und dort wurden die letzten EM Tickets für die Crosslauf EM vergeben. Es waren 6,6km vorgesehen, jedoch waren es am Ende des Laufes 7,2km. Mit dem Startschuss war klar, dass es gleich mit einem hohen Tempo losgehen würde und ich mein Lauftempo finden musste. So reihte ich mich am Ende des Läuferfeldes ein und lief mein Tempo. Die erste Runde verlief super und ohne Probleme und so sollte es weitergehen, denn auch die letzte Runde konnte ich noch gut beschleunigen und kam mit einer Zeit von 27:18 Minuten erschöpft und zufrieden ins Ziel. Das war ein hartes Stück Arbeit und die Belohnung war der 2. Platz in der Klasse M50.

Diese Leistung ist eine sehr gute Standortbestimmung und so Grundlage für den weiteren Saisonaufbau.

Verheißungsvoller Auftakt in die neue Saison

Nach einer kurzen Pause am Ende der Sommerbiathlonsaison 2019, hat das Training für die neue Saison 2020 seit längerer Zeit wieder nach Plan begonnen. Die Ziele für 2020 wurden von mir benannt und stehen fest. So gibt es viel Neues zu probieren und Altes Bewährtes fortzuführen.

Neu ist für mich das Orientierungslaufen, da heißt es so manches zu lernen und wie bereits auf zwei Wettkämpfen geschehen, Erfahrungen zu sammeln und auch „Lehrgeld“ zu zahlen.

Aber ein bewährtes Mittel sind Cross- bzw. Trailläufe und so war ich am 10. November 2019 beim 2. Streutaltrail in Mittelstreu in der Nähe von Bad Neustadt am Start. Dies war der erste schnelle Laufwettkampf und diente zur Standortbestimmung. Das Wetter war zum Laufen super und ich freute mich auf 14 Kilometer Cross pur und auf 300 Höhenmeter.

Ich kam gut in den Wettkampf hinein und lief erstmal mit und reihte mich bald hinter der Spitze auf Position 5 ein. Die ersten 3 Kilometer waren flach, das Lauftempo wurde immer schneller, so dass sich das Läuferfeld und auch die Spitze auseinander zogen. Dann ging es in die erste Steigung und ich bekam so meine Probleme am Berg das Tempo hoch zu halten. Nach dieser kleinen Schwäche fing ich mich und es lief wieder besser. Jetzt war ich wieder in meinem Laufrhythmus und nach hinten war bereits ein Loch entstanden. So kam ich als 5. der Gesamtwertung nach 1:02:39 Stunden ins Ziel und gewann meine Klasse, die M50 eindeutig. Ein schöner Erfolg mit der Erkenntnis, es gibt noch viel zu tun, aber ich weiß, dass ich auf einen guten Weg bin.

Erfolge bei Tschechischen Meisterschaften

Am Wochenende vom 27. September bis 29. September 2019 startete ich bei den Tschechischen Meisterschaften im Sommerbiathlon in Bystřice pod Hostýnem.

Es waren für mich die letzten Sommerbiathlonwettkämpfe 2019, dass diese ausgerechnet bei den tschechischen Meisterschaften waren, empfand ich als besonders.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle, reine Crosslaufstrecke unter meine Füße nehmen und testen.

Wichtig war auch wieder das „Schultern“ des Gewehres zu üben, denn in der CZ gelten andere Regeln, da die Wettkämpfe sich nahe am Winterbiathlon orientieren.

Am Samstag, dem 28.September stand zunächst ein Sprintwettkampf auf dem Plan, bevor es am Nachmittag eine für mich neue Wettkampfform gab, den Supersprint.

Doch erst ging es zum klassischen Sprintwettkampf mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 20 Sekunden. In meiner Altersklasse der Herren46 hatten sich 19 Starter qualifiziert und gemeldet. Ich startete mit der Startnummer 219 und mit dem Startschuss um 10:43 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo. Ich kam zum ersten Schiessen und konnte mich mit dem Liegendschiessen nicht so richtig anfreunden, prompt blieben 3 Scheiben stehen, so dass ich gleich dreimal die Strafrunde laufen musste. Schnell abhaken, weiterlaufen mit meinem hohen Tempo, so kam ich zum Stehendschiessen. Dort war es geringfügig besser, wiederum blieben zwei Scheiben schwarz, sodass ich erneut zweimal in der Strafrunde kreiseln musste. In der Schlussrunde gab ich noch mal richtig Vollgas und stürmte den Schlussanstieg nach oben ins Ziel. Meine Zeit betrug 19:39,9 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 3. Platz. Ein glücklicher Ausgang des ersten Rennes und ein guter Auftakt für die weiteren Wettkämpfe dieser Meisterschaften.

Am Nachmittag um 16:30 Uhr war für mich der Start zum Supersprintwettkampf, einer für mich neuen Wettkampfform. Es ging los mit dem Start hinter einer persönlichen Schießbahn, welche man den ganzen Wettkampf über hatte. Nach Ertönen des Startsignals absolviert man 5 Schuss im Liegendanschlag, für jeden Fehler muss man eine Strafrunde laufen. Dann läuft man 550 Meter und kommt erneut zum Liegendschiessen. Jetzt hat man 8 Schuss für 5 Scheiben, ähnlich wie bei der Staffel. Bleibt nach 8 Schuss eine Scheibe stehen ist der Wettkampf beendet, trifft man jedoch alle Scheiben läuft man erneut 550 Meter und kommt zum Stehendschiessen. Hier dass selbe Prozedere mit 8 Schuss, trifft man läuft man 550 Meter bis ins Ziel oder wenn nicht, ist der Wettkampf vorbei. Das ist Spannung pur im doppelten Sinn, durchkommen und wenn ja, für welche Platzierung reicht es?

Also um 16:30 Uhr galt es für mich und ich kam sehr gut in den Wettkampf rein, 5 Schuss liegend und fünf Treffer, also mit hohem Tempo in die erste Laufrunde und dann erneut 5 Schuss liegend. Ich traf erneut mit 5 Schuss alle Scheiben und ging in meiner Klasse in Führung. Nach schnellen 550 Meter das abschließende Stehendschiessen. Die ersten drei Scheiben fielen und dann ließ ich zwei Scheiben stehen. Ich brauchte alle 3 Nachlader und der letzte Schuss entschied, weiter oder raus. Ich traf und lief als Zweiter in die letzte kurze Runde. Ich konnte zwar den Rückstand verkürzen, aber ich war mit dem 2. Platz zufrieden, gerade weil das Liegendschiessen perfekt war. Eine deutliche Steigerung zum Vormittag machte mir Hoffnung für den abschließenden Wettkampf am Sonntag.

Am Samstag, dem 29. September fand dann ein Massenstartwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen statt, nach zweimal Liegendanschlag folgen zwei im Stehendanschlag. Unsere Klasse, die M46, bildete den Abschluss der Tschechischen Meisterschaften mit dem Start um 14 Uhr. Ich hatte hier die Startnummer 228 und stand als Gast ganz hinten in der Startaufstellung. Mit dem Startschuss begannen für mich die Überholvorgänge und ab der Hälfte der Laufstrecke setzte ich mich an die Spitze des Rennens. So blieb es bis zum ersten Schießen. Ich traf viermal und so musste ich in die Strafrunde und kam an Position 3 zurück auf die Laufstrecke. Die Spitze war unmittelbar vor mir und ich lief direkt dahinter zum zweiten Liegendschiessen. Es lief fast alles nach Wunsch, nur die letzte Scheibe wollte nicht fallen, so dass ich erneut einmal in die Strafrunde musste. Jetzt lag ich an Position 2 und ich verkürzte erneut den Rückstand. Das erste Stehendschiessen verlief gut, zwei Schüsse verfehlten knapp ihr Ziel und ich musste zweimal in die Extrarunde. Jetzt ging ich in Führung und lief mein Tempo und setzte die Konkurrenz unter Druck. Ich kam mit Vorsprung zum abschließenden Stehendschiessen und schoss erneut schnell und erneut gingen 2 Schuss knapp neben das Ziel. Ich ging erneut als Führender vom Schießstand weg, denn die Konkurrenz hatte ordentlich gepatzt. Nach meinen zwei Strafrunden ging ich als deutlich Führender in die letzte Laufrunde, wo ich das Tempo hoch hielt. Nach 29:14,1 Minuten kam ich als Sieger ins Ziel und war zufrieden mit meiner Leistung. Was für ein Abschluss der Saison und in dieser Tschechischen Meisterschaft, es ist ein gutes Gefühl die Saison mit einem Sieg zu beenden.

Gold und Silber bei Deutscher Meisterschaft Teil 2!

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Luftgewehr vom 20. bis 22. September 2019 auf der Biathlonanlage des Skiclubs Jagdhaus im westfälischen Schmallenberg im Hochsauerlandkreis konnte ich wieder Medaillen sammeln und wurde erneut einmal Deutscher Meister und einmal Vizemeister.

Die Deutsche Meisterschaft begann am Freitag, den 20. September mit den Staffelwettbewerben. In der Klasse Herren III war das Team Hessen der Titelverteidiger und wir wollten natürlich den Sieg. Ich war für das Team Hessen 1 der Startläufer. Mit im Team waren in der Mitte Holger Wissmann und als Schlussläufer Andreas Tempelfeld, beide vom SV Laubach.

Das Rennen ging mit einem hohem Tempo gleich richtig los, ich lief kontrolliert mein Tempo und kam als Erster in einem geschlossenen Feld zum Liegendschießen. Ich brauchte zwei Nachlader um alle Scheiben zu treffen und ging als Vierter zurück auf die Strecke. Natürlich versuchte ich das entstandene Loch zuzulaufen, ging dabei an die Grenzen, so konnte ich beim Stehendschießen, bei dem ich alle Nachlader brauchte, den Anschlag nicht stabilisieren und handelte mir 2 Strafrunden ein. In der Schlussrunde gab ich nochmals alles und übergab an Position 5 an Holger. Die beiden anderen Staffelläufer machten ihre Sache am Schießstand besser und wir verbesserten uns Position um Position. Andreas und die Fehler der Konkurrenz brachten uns wieder an die Spitze und so wurden wir zum vierten Mal Deutscher Meister mit der Luftgewehrstaffel der Herren III. Was für ein Auftakt in das Meisterschaftswochenende!

Am nächsten Tag, Samstag den 21. September, stand der Massenstartwettkampf über 6 Kilometer an. Das hieß für alle Teilnehmer 4 Schießeinlagen und fünfmal die Crossstrecke laufen Ich durfte auf Grund meiner Startnummer in die erste Startreihe der Herren III und mit dem Startschuss lief ich mit der Spitze des Feldes mit, hin zum ersten Liegendschießen, dort schoss icheinen Fehler. Nach der Strafrunde lag ich auf Position vier und genauso ging es zum zweiten Liegendschießen. Diesmal blieben 2 Scheiben stehen. Nach den Strafrunden lag ich weiterhin auf Position 4 kurz hinter Position 2 und 3. So kamen wir zum ersten Stehendschießen, bei dem ich im Gegensatz zu meinem Konkurrenten nur eine Scheibe verfehlte. Nun ich lag an Position 3 und der Rückstand zu Position 2 wurde geringer, aber ich spürte den Verfolger hinter mir. Ich lief mein Tempo weiter und wusste, beim letzten Stehendschiessen würde die Entscheidung fallen. Ich schoss schnell und blieb diesmal fehlerfrei, während meine Konkurrenten patzten. Jetzt lag ich auf Position 2 und erhöhte das Lauftempo und gab alles. Nach 28:28 Minuten kam ich als Zweiter hinter Andreas Tempelfeld vom SV Laubach und vor Walter Koschel von den Vorwaldschützen Renholding in Ziel. Nach Gold mit der Staffel nun die Silbermedaille, ein schöner Erfolg mit dem ungewohnten Luftgewehr.

Am Sonntag, dem 3. Wettkampftag ging es mit dem Sprint über 4 Kilometer weiter. Alle 30 Sekunden gab es einen Start und um 10:16,30 Uhr war ich an der Reihe diesem Wettkampf. Ich kam gut ins Rennen und konnte mein angestrebtes Lauftempo halten, so dass alles bis zum ersten Schießen im Liegendanschlag klappte wie gedacht. Am Schießstand lief es fast perfekt, zwei Randtreffer führten jedoch zu zwei Strafrunden. Nach den Strafrunden konnte ich erneut mein hohes Wettkampftempo laufen und war fast gezwungen beim Stehendanschlag fehlerfrei zu schießen. Der erste Schuss passte genau, doch dann kam eine Windböe und schon folgte der erste Fehler und der zweite hinterher, die restlich zwei Schüsse trafen wieder. Ich wusste, dass es ganz eng werden würde mit einer Medaille, lief nochmals ein hohes Tempo und kam nach 18:56 Minuten ins Ziel. Nun hieß es auf die Ergebnisse warten und was die Fehler am Schießstand für Folgen haben würden. Dann stand es fest, ich belegte den 10.Platz und staunte über das Ergebnis. Ich hatte damit nicht gerechnet, aber die Konkurrenz schien einen Sahnetag zu haben, denn zu Platz 3 fehlten 54 Sekunden. Der Sieg ging erneut an Andreas Tempelfeld vom SV Laubach, Platz 2 an Walter Koschel von den Vorwaldschützen Renholding und Platz 3 erreichte Gerhard Auburger aus Peising. Es lag alles eng zusammen und so waren 4 Fehler am Schießstand einfach zu viel um eine bessere Platzierung zu erreichen.

Gold und Silber beim CZ-Cup in Jilemnice

Am Wochenende vom 06. September bis 08. September 2019 startete ich beim 3. CZ – Cup Sommerbiathlonwettkampf in Jilemnice in Tschechien. Dort befindet sich ein sehr schöner, vor einem Jahr neugebauter Biathlonschießstand.

Es war der letzte von drei CZ – Cup Wettkampfwochenenden 2019, bei denen sich die tschechischen Biathleten für ihre Meisterschaft qualifizieren können. Somit waren spannende Wettkämpfe garantiert.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle Laufstrecke unter meine Füße nehmen und testen.

Wichtig war auch das „Schultern“ des Gewehres zu üben, denn hier gelten andere Regeln, da die Wettkämpfe sich nahe am Winterbiathlon orientieren.

Am Samstag, dem 7.September stand ein Sprintwettkampf mit Gruppenstarts auf dem Wettkampfplan. Es war also ein Sprintwettkampf unter Massenstartbedingungen mit zwei Schießeinlagen. In meiner Altersklasse der Herren46 waren 26 Starter gemeldet und es gab drei Startgruppen. Ich stand in der letzten Gruppe am Start und mit dem Startschuss ging es gleich richtig los. Ich traute meinen Augen nicht, es wurde losgesprintet als wenn nur 100 Meter zu laufen wären. So fand ich mich erstmal auf Rang 5 in meiner Gruppe wieder, lief aber mein Renntempo und so langsam sammelte ich die Sprinter ein und kam als zweiter meiner Gruppe zum ersten Schiessen. Das Liegendschiessen war gut, dennoch blieben zwei Scheiben stehen, so dass ich zweimal die Strafrunde laufen musste. Trotzdem ging ich als Führender meiner Startgruppe zurück auf die Strecke. Dort lief ich weiterhin mein hohes Tempo und kam so zum Stehendschiessen. Dort war es ebenfalls knapp, wiederum blieben zwei Scheiben schwarz, sodass ich erneut zweimal in der Strafrunde kreiseln musste. Meine Startgruppe führte ich bereits deutlich an und so ging ich mit hohem Tempo in die Schlussrunde. Die Zeit im Ziel betrug 20:24 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 2. Platz und die Silbermedaille. Somit hatte ich nach der Bronzemedaille in Stare Mesto die zweite Medaille bei einem Biathlon in Tschechien gewonnen.

Am Samstag, dem 08. September fand dann ein Sprintwettkampf mit den klassischen Einzelstarts alle 20 Sekunden statt. Meine Startzeit war 14:40:40 Uhr und ich war der vierte Starter meiner Altersklasse. Eine Minute vorher startete Jaromir Simunek, der Sieger des Vortages. Mit dem Startzeichen war ich gleich super im Wettkampf und hatte mit Lubos Schorny, dem Biathleten und Trainer vom Biathlonklub Stare Mesto, eine super Lokomotive der Herrenklasse, denn sein Renntempo war für mich perfekt. So kam ich zum Liegendschiessen, ich machte 5 Schuss und alle Scheiben fielen. Ich konnte direkt zurück auf die Laufstrecke. Dort konnte ich wieder Tempo machen, Lubos überholte mich und war auf seiner letzten Runde und konnte bis zum Stehendschiessen wieder mitlaufen. Ich war konzentriert und schoss präzise und traf alle Scheiben, ein perfektes Schiessen. Nun noch mal auf die Laufstrecke um es ins Ziel zu bringen. Das Tempo war hoch und vor mir sah ich den Sieger des Vortages, dieses motivierte mich zusätzlich. Ich kam immer näher und im Ziel war ich kurz dahinter. Meine Zeit im Ziel betrug 18:51 Minuten und bedeutete den Sieg in meiner Klasse. Der erste Sieg bei einem Sommerbiathlon im Ausland und dann mit einem perfekten Rennen. Es hat alles gepasst, das Laufen, das Schiessen und einfach alles. Überglücklich nahm ich bei der Siegerehrung die Goldmedaille in Empfang.

Jetzt stehen nur noch zwei Wettkampftermine an, einmal die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr und zum Abschluss die Tschechische Meisterschaften im Sommerbiathlon.

Gold und Silber bei Deutscher Meisterschaft

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr vom 30. August bis 1. September 2019 in der Richard Schulze Biathlonarena am Sonnenberg bei Sankt Andreasberg/ Harz konnte ich wieder Medaillen sammeln und wurde erneut einmal Deutscher Meister und einmal Vizemeister.

Die Deutsche Meisterschaft begann am Freitag, den 30. August mit den Staffelwettbewerben. Da außer in der Herrenhauptklasse zu wenige Mannschaften gemeldet waren, gab es nur noch zwei Klassen bei der Deutschen Meisterschaft, jeweils eine Damen- und eine Herrenklasse.

Ich war in der Staffel für das Team Hessen 2 der Startläufer. Mit im Team waren in der Mitte Holger Wissmann und als Schlussläufer Andreas Tempelfeld, beide vom SV Laubach.

Das Rennen ging gleich richtig los und hatte ein hohes Tempo, ich lief kontrolliert und mein Tempo und kam als 13. In einem geschlossenen Feld zum Liegendschießen. Ich brauchte zwei Nachlader um alle Scheiben zu treffen und ging als Fünfter zurück auf die Strecke. So ging es auch ans Stehendschießen, wo ich dann alle Nachlader brauchte. So übergab ich als Siebter, knapp hinter der Spitze auf Holger. Dann war irgendwie kurzzeitig in unserer Staffel der Wurm drin, es lief nicht so wie gewollt, denn im Liegenanschlag handelte sich Holger drei Strafrunden ein. Beim Stehendschießen klappte es auch nicht besser, hier blieben zwei Scheiben stehen. Dann folgte der Wechsel auf Andreas als Schlussläufer. Da lief es wieder deutlich besser, denn wir handelten uns keine Strafrunde mehr ein und kamen als 12. Staffel ins Ziel. In der Klasse der Herren III/IV haben wir den inoffiziellen Wettkampf vor Bayern 1 und Bayern 2 gewonnen. Somit ging der erste Tag mit gemischten Gefühlen zu Ende.

Am nächsten Tag, Samstag den 31. August, stand der Massenstartwettkampf über 6 Kilometer an. Das hieß für alle Teilnehmer 4 Schießeinlagen und fünfmal die Crossstrecke laufen Ich durfte auf Grund meiner Startnummer in die erste Startreihe der Herren III und mit dem Startschuss setzte ich mich an die Spitze des Feldes und lief später in einer Spitzengruppe zum ersten Liegendschießen, dort schoss ich 3 Fehler. Nach den Strafrunden lag ich auf Position vier und genauso ging es zum zweiten Liegendschießen. Diesmal blieb keine Scheibe stehen. Nun lag ich auf Position 3 kurz hinter den führenden Biathleten und so kamen wir zum ersten Stehendschießen, wo ich im Gegensatz zu meinem Konkurrenten nur eine Scheibe verfehlte. Nun ich lag an der Spitze und hatte einen Vorsprung von ca. 100 Metern. Ich lief mein Tempo weiter und wusste, beim letzten Stehendschiessen würde die Entscheidung fallen. Ich schoss schnell und erneut einen Fehler, aber meine Konkurrenten um den Sieg auch. Ich erhöhte das Lauftempo und gab alles, weil ich aus Erfahrung wusste, dass auf der letzten Laufrunde die unmöglichsten Dinge passieren können. Glücklich überquerte ich als Erster die Ziellinie und war zufrieden. Die Silbermedaille ging an Stephan Werner von der SG Bingen und die Bronzemedaille sicherte sich Andreas Tempelfeld vom SV Laubach.

Am Sonntag, dem 3. Wettkampftag ging es mit dem Sprint über 4 Kilometer weiter. Alle 30 Sekunden gab es einen Start und um 11:31,30 Uhr war ich an der Reihe, als erster der Favoriten auf den Titel in der Klasse Herren III. Ich kam gut ins Rennen und konnte mein angestrebtes Lauftempo halten, so dass alles bis zum ersten Liegendschießen klappte wie gedacht. Am Schießstand lief es fast perfekt, denn nur eine Scheibe blieb schwarz und ich musste einmal in die Strafrunde, bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. So hieß es bis zum Stehendschießen Tempo bolzen. Am Schießstand blieben zwei Scheiben stehen, so konnte ich erst nach den Strafrunden in die Schlussrunde gehen und im Ziel zeigte die Uhr 19:07 Minuten an. Dann hieß es warten, denn ich war bereits früh als dritter Sportler meiner Altersklasse gestartet. Mein Gefühl wurde bestätigt, meine Zeit wurde von Andreas Tempelfeld vom SV Laubach unterboten und ich rutschte auf Platz 2. So blieb es dann auch bis zum Ende. Ich hatte die Silbermedaille gewonnen. Die Bronzemedaille gewann mein Freund Erwin Weber von den Vorwaldschützen Renholding.

Dann war die Deutsche Meisterschaft schon wieder vorbei und ich habe erneut zwei Medaillen gewinnen können. Nun folgen noch die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr und noch zwei Wettkämpfe in Tschechien mit dem Kleinkalibergewehr ehe die bis jetzt erfolgreiche Saison zu Ende sein wird.

Erfolgreiche Titelverteidigung bei hessischer Meisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr

Am Wochenende des 17. und 18. August 2019 fanden die hessischen Meisterschaften im Sommerbiathlon Cross mit dem Kleinkalibergewehr in Winterberg statt.

Am Samstag war das Wetter sommerlich warm und der Wind blies ab und zu in den Schießstand, jedoch war es bestes Biathlonwetter bei dem Meisterschaftsauftakt auf der Biathlonanlage am Bremberg in Winterberg. Die Strecken waren anspruchsvoll und cross, dennoch super zu laufen. Die Laufrunden wurden nur unterbrochen für die zwei Schießeinlagen, im Liegend- und im Stehendanschlag. Für jede nicht getroffene Scheibe hieß es eine Strafrunde zu laufen.

In der Herren Klasse III ging es für mich um die Titelverteidigung. Es ging über eine Strecke von 4km, wobei der Sprint mit dem Kleinkalibergewehr meine Paradedisziplin ist. Das Schießen war mit zwei Schießfehlern im Liegendanschlag und null Fehlern im Stehendanschlag ok, aber gerade die zwei Fehler im Liegendanschlag wären vermeidbar gewesen. So lief ich in einer Zeit von 19:35 Minuten ins Ziel und wurde Hessenmeister und konnte meinen Titel zum siebten Mal in Folge verteidigen.

Am Sonntag fand bei regnerischem Wetter zum zweiten Mal eine Hessische Meisterschaft im Massenstart mit dem Kleinkalibergewehr statt. Je nach Altersklasse ging es dort über 4, 5 oder 6km Streckenlänge und es musste zwischendurch 3 bzw. 4 Mal geschossen werden.

Los ging es mit den Herrenklassen I bis III sowie der Juniorenklasse über 6km mit zweimal Liegendschiessen und zweimal Stehendschiessen. Bei den Herren III war ich einer der Favoriten auf den Titel. Mit dem Startschuss zeigte ich gleich was ich wollte und setzte mich an die Spitze des Gesamtfeldes. So blieb es bis zum ersten Schiessen, dort schoss ich fehlerfrei und konnte so die Spitze behaupten. Beim zweiten Schießen im Liegendanschlag wollte ich zuviel und schoss zwei Fehler, blieb aber dennoch an der Spitze des Feldes.

So kam ich auch zum ersten Stehendschiessen und ließ im Gegensatz zur Konkurrenz nur eine Scheibe stehen und baute sogar die Führung aus. Die behielt ich auch bis zum abschließenden Schiessen. Ich schoss schnell und setzte meinen Gegner unter Druck. Die letzte Runde lief ich kontrolliert und nach 32:30 Minuten wurde ich Hessenmeister im Massenstart und konnte auch hier meinen Titel in der Klasse der Herren III verteidigen.