Am Wochenende vom 29. August bis 31. August 2025 fand die tschechische Meisterschaft im Sommerbiathlon in Jablonec nad Nisou statt.
Für mich war es ein Wiedersehen der Wettkampfanlage, ich hatte gute Erinnerungen daran, dennoch war ich wieder beeindruckt vom schönen Schießstand und der extrem anspruchsvollen Laufstrecke. Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich auf diese Gegebenheiten einstellen.
Am Samstag, dem 30. August stand ein klassischer Sprintwettkampf mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 20 Sekunden an. In meiner Altersklasse der Herren 46 hatten sich 20 Starter gemeldet. Ich hatte die Startnummer 264 und ging als einer der letzten Teilnehmer meiner Klasse an den Start. Mit dem Startschuss um 11:09:20 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo. Ich kam zum ersten Liegendschießen und wollte gut vorlegen. Es gelang mir nicht, denn es blieben zwei Scheiben stehen, so dass ich zweimal die Strafrunde laufen musste. Schnell abhaken, weiterlaufen mit meinem hohen Tempo, so kam ich zum Stehendschießen. Ich war vom Laufen platt und konnte den Anschlag überhaupt nicht stabilisieren und schoss gleich dreimal knapp daneben. Eine kleine Katstrophe für mich, aber selber schuld, denn ich war die erste Laufrunde wohl zu schnell angegangen. In der Schlussrunde gab ich noch mal richtig Vollgas und stürmte ins Ziel. Meine Zeit betrug 22:41,9 Minuten, das bedeutete in der Gesamtwertung den 4. Platz. Für mich persönlich erstmal eine kleine, wenn nicht sogar eine große Enttäuschung.
Am Sonntag, dem 31. August stand ein Einzelwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen, abwechselnd Liegend und Stehend, auf dem Plan. Die Streckenlänge betrug
7 km und für jeden Fehlschuss gab es eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.
Unsere Klasse, die M46, bildete den Abschluss des zweiten Wettkampftages, meine Startzeit war um 12:05:00 Uhr mit der Startnummer 249. Ich hatte mir für diesen Wettkampf etwas vorgenommen und lief mit hohem Tempo los und wusste diese Laufstrecke wird brutal hart, trotzdem kam ich gut in den Wettkampf. Das erste Liegendschießen war nicht der perfekte Auftakt, denn eine Scheibe blieb schwarz und ich kassierte somit die erste Strafzeit. Mit Tempo ging es zurück auf die Laufstrecke, da lief es sehr gut. Beim ersten Stehendschießen blieben dann drei Scheiben stehen, so sammelte ich die nächsten Strafzeiten ein. Eine kleine Enttäuschung für mich, also gab ich weiter alles auf der Laufstrecke und kam zum zweiten Liegendschießen. Diesmal wollte nur ein Schuss nicht ins Ziel. Nun riskierte ich alles, hohes Tempo beim Laufen und dann kam ich zum entscheidenden abschließenden Stehendschießen. Ich baute den Anschlag auf jedoch trafen nur zwei Schüsse. Ich war gebrochen und enttäuscht, das Laufen fiel schwer, der Kopf streikte und ich lief wie ferngesteuert ins Ziel. Das hatte ich mir alles anders vorgestellt, im Training lief alles wie sollte und nun konnte ich nur den anderen Sportlern zu ihrer Leistung gratulieren. Ich war nicht in der Lage an diesem Meisterschaftswochenende meine Leistung im Laufen und speziell im Stehendanschlag abzurufen.
Im Biathlon hat man keine Zeit groß enttäuscht zu sein, denn es geht am Donnerstag bereits mit der polnischen Meisterschaft weiter, wieder Gelegenheit sich in Form zu bringen.

