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Komplettes Podium bei Tschechischen Meisterschaften

Am Wochenende vom 24. September bis 26. September 2021 startete ich bei den Tschechischen Meisterschaften im Sommerbiathlon in Nové Město na Moravě.

Es waren für mich die letzten Sommerbiathlonwettkämpfe der Saison 2021, dass diese ausgerechnet bei den tschechischen Meisterschaften waren, empfand ich als besonderes Geschenk an meine Biathlonfreunde in Tschechien, besonders für und mit dem Team Staré Město pod Landštejnem.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle Crosslaufstrecke unter meine Füße nehmen und testen. Besonders beeindruckend war aber die Biathlonarena mit den gewaltigen Tribünen, die wirken schon ein wenig angsteinflößend, speziell wenn diese vollbesetzt sind.

Am Samstag, dem 25.September stand zunächst ein Sprintwettkampf auf dem Plan, bevor am Nachmittag ein Supersprint an der Reihe war.

Doch erst ging es zum klassischen Sprintwettkampf mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 20 Sekunden. In meiner Altersklasse der Herren46 hatten sich 26 Starter qualifiziert und gemeldet. Ich startete mit der Startnummer 252 und mit dem Startschuss um 10:54 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo. Ich kam zum ersten Schießen und mit dem Liegendschießen wollte ich gut vorlegen und Druck auf die Konkurrenz ausüben, aber es blieben 2 Scheiben stehen, so dass ich gleich zweimal die Strafrunde laufen musste. Schnell abhaken, weiterlaufen mit meinem hohen Tempo, so kam ich zum Stehendschießen. Dort war auch der Wurm drin, denn diesmal blieben gar drei Scheiben schwarz, so dass ich erneut in der Strafrunde kreiseln musste. In der Schlussrunde gab ich noch mal richtig Vollgas und stürmte ins Ziel. Meine Zeit betrug 18:31,9 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 3. Platz. Ein glücklicher Ausgang des ersten Rennes und ein guter Auftakt für die weiteren Wettkämpfe dieser Meisterschaften.

Am Nachmittag um 16:30 Uhr stand für mich der Start zum Supersprintwettkampf, einer neuen, modernen Wettkampfform auf dem Plan. Es ging los mit dem Start hinter einer persönlichen Schießbahn, welche man den ganzen Wettkampf lang hatte. Nach Ertönen des Startsignals absolviert man 5 Schuss im Liegendanschlag, für jeden Fehler muss man eine Strafrunde laufen. Dann läuft man 500 Meter und kommt erneut zum Liegendschießen. Jetzt hat man 8 Schuss für 5 Scheiben, ähnlich wie bei der Staffel. Bleibt nach 8 Schuss eine Scheibe stehen, so muss man Strafrunden laufen. Danach läuft man erneut 500 Meter und kommt zum Stehendschiessen. Hier das gleiche Prozedere mit 8 Schuss, trifft man, läuft man 550 Meter bis ins Ziel oder wenn nicht, muss man vorher in die Strafrunde. Das ist Spannung pur im doppelten Sinn und für welche Platzierung reicht es?

Also um 15:57 Uhr galt es für mich und ich kam nicht gut in den Wettkampf rein, 5 Schuss liegend und nur drei Treffer, also mit hohem Tempo zuerst in die Strafrunde bevor ich in die erste Laufrunde konnte. Dann erneut 5 Schuss liegend. Ich traf erneut nicht alle 5 Scheiben und brauchte alle 3 Nachlader um alle Scheiben zu treffen. Ich lag hinter der Spitze und ich wusste, ich brauchte jetzt ein fehlerfreies Schießen Nach schnellen 500 Meter das abschließende Stehendschiessen. Die ersten vier Scheiben fielen und dann ließ ich eine Scheibe stehen. Ich brauchte nur einen Nachlader und alle Scheiben waren getroffen und lief als Erster in die letzte kurze Runde. Ich konnte das Lauftempo beschleunigen und überquerte die Ziellinie als Sieger. Ein erfolgreicher Tag, auch wenn das Schießen nicht so ganz nach Wunsch lief.

Am Sonntag, dem 26. September fand dann ein Einzelwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen statt, bei dem abwechselnd Liegend und Stehend geschossen wird. Die Streckenlänge sind 7 km und für jeden Fehlschuss gibt es eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

Unsere Klasse, die M46, bildete den Abschluss der Tschechischen Meisterschaften, meine Startzeit war 11:52 Uhr und ich war der vorletzte Biathlet der mit der Startnummer 289 auf die Strecke geschickt wurde. Ich lief gleich mit hohem Tempo los, denn ich hatte einen Konkurrenten direkt vor mir. So kam ich zum ersten Liegendschießen und hatte mir einiges vorgenommen. Doch auch hier blieben 2 Scheiben stehen und somit hatte ich die erste Strafminute eingesammelt. So ging es erneut mit ordentlichem Tempo zurück auf die Laufstrecke, da lief es sehr gut. Jetzt folgte das erste Stehendschießen, hier erlebte ich einen Blackout, 4 Scheiben blieben stehen und ich war raus aus den vorderen Platzierungen. Ich dachte das kann doch nicht sein, deinen letzten Wettkampf musst du ordentlich beenden. Also gab ich weiter alles auf der Laufstrecke und kam zum zweiten Liegendschießen und siehe da, nur der letzte Schuss wollte nicht ins Ziel, das gab mir wieder Mut und ich riskierte jetzt alles, hohes Tempo beim Laufen und auch beim abschließenden Stehendschießen. Ich baute den Anschlag auf und dann lief es, 5 Schuss und alle trafen ihr Ziel. Jetzt war ich wieder im Rennen um eine vordere Platzierung, denn es wurde laut, obwohl ich nicht alles verstand, jedoch signalisierte man mir, ich sollte ordentlich Tempo machen, es ging vorne wohl sehr eng zu. Nach 32:47,9 Minuten kam ich ins Ziel und die Endzeit inklusive der Strafzeiten betrug 36:17,9 Minuten und das war der 2. Platz, eigentlich unglaublich.

Was für ein Abschluss der Saison bei dieser Tschechischen Meisterschaft, es ist ein gutes Gefühl nach jedem Wettkampf auf dem Podium zu stehen. Ein besonderer Dank gilt dem Biathlonteam aus Staré Město pod Landštejnem, die mich wie immer in ihrer Mitte aufnahmen, mich versorgten, betreuten, anfeuerten und mitfieberten, Dankeschön.

Silber und Bronze bei Deutscher Meisterschaft Teil 2!

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Luftgewehr vom 18. bis 19. September 2021 auf der Biathlonanlage Sonnenberg im Harz konnte ich wieder Medaillen sammeln und wurde einmal Vizemeister und einmal Dritter.

Die Deutsche Meisterschaft begann am Samstag, den 18. September mit einem Einzelwettkampf über 7km. Das hieß für alle Teilnehmer 4 Schießeinlagen und fünfmal die Crossstrecke laufen. Ich ging als Vorletzter der sogenannten Favoriten ins Rennen dabei gab es für jeden Schießfehler eine Strafzeit von 30 Sekunden. Ich startete erstmal verhalten, denn der Boden war stellenweis tief und rutschig, also schön crossig und kostete einige Kraft. Alles lief nach Plan bis zum ersten Schießen, dort musste ich nun zum ersten Mal mit dem ungewohnten Luftgewehr schießen und schoss zwei Fehler im ersten Liegendanschlag. Somit war das Thema kontrolliert laufen gleich erledigt und nun musste ich Tempo machen. Das erste Stehendschiessen war besser, es blieb nur eine Schiebe schwarz und die nächsten 30 Sekunden kamen auf meine Zeit hinzu. Also weiter Tempo machen und jetzt schoss ich beim zweiten Mal im liegenden Anschlag fehlerfrei. Das setzte Energie frei und ich lief weiterhin ein hohes Tempo. Das abschließende Stehendschiessen lief bis zum letzten Schuss perfekt, doch dann folgte noch ein Fehler beim letzten Schuss. Nun ging es in die Schlussrunde und ich kämpfte. Im Ziel standen dann 30:38,9 Minuten als Ergebnis, dazu kamen noch 2 Minuten für die Schießfehler obendrauf, so das 32:38,9 Minuten meine Endzeit war. Das bedeutete den 3. Platz und die Bronzemedaille bei den Herren III, ein schöner Erfolg mit dem Luftgewehr. Nun wollte ich am nächsten Tag mehr, am liebsten die Goldmedaille. Das war das Ziel für den Sonntag.

Am Sonntag, dem 19. September und dem 2.Wettkampftag ging es mit dem Sprint über 4 Kilometer weiter. Alle 30 Sekunden gab es einen Start und um 10:58,30 Uhr war ich an der Reihe in diesem Wettkampf. Ich war voll motiviert und auf mein Ziel fokussiert. Ich konnte gleich mein angestrebtes Renntempo laufen und kam recht schnell zum ersten Schießen im Liegendanschlag. Ich hatte etwas Probleme meinen Schießriemen einzuhängen und wertvolle Sekunden verrannen. Dann lief es, 5 Schuss und 5 Treffer, zurück auf die Laufstrecke und das Tempo hochhalten. Nächstes Schießen, diesmal stehend, auch hier 5 Schuss und 5 Treffer, ein perfektes Schießen! Nun nochmal mit hohem Tempo die letzte Runde absolvieren und ins Ziel. Dort blieb die Uhr bei 16:58,5 Minuten stehen. Das war erstmal die Führung, aber ein Favorit kam noch und die Spannung stieg. Er war 5 Sekunden schneller als ich und somit belegte ich den 2. Platz. Schade, denn ich denke die Sekunden am Schießstand beim Liegendschießen waren entscheidend, aber das ist so im Sport. Auch mit der Silbermedaille bin ich sehr zufrieden, die Glückwünsche gehen an den Sieger Stephan Werner von der SG Bingen. Bronze ging an meinen ewigen Konkurrenten und Freund Andreas Tempelfeld vom SV Laubach.

Gold und Bronze beim CZ-Cup in Jilemnice

Am Wochenende vom 10. September bis 12. September 2021 startete ich beim 2. CZ – Cup 2021 Sommerbiathlonwettkampf in Jilemnice in Tschechien. Dort befinden sich ein sehr schöner Biathlonschießstand und sehr gute, anspruchsvolle Laufstrecken.

Es war der letzte von zwei CZ – Cup Wettkampfwochenenden 2021, bei denen sich die tschechischen Biathleten für ihre Meisterschaft qualifizieren konnten. Somit waren spannende Wettkämpfe garantiert.

Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle Laufstrecke unter meine Füße nehmen und testen.

Am Samstag, dem 11. September stand ein Sprintwettkampf mit Gruppenstarts auf dem Wettkampfplan. Es war also ein Sprintwettkampf, nur dass man wie in den Massenstartwettbewerben in Startgruppen startet. Ich war in der ersten Startgruppe, wobei die starke Konkurrenz sich in der zweiten Startgruppe tummelte.

Das Rennen ging bei mir gleich richtig gut los, das Lauftempo war hoch und schon kam ich zum ersten Schiessen. Das Liegendschiessen war gut, eine Scheibe blieb stehen. Also musste ich eine Strafrunde laufen bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. Dort lief ich weiterhin mein hohes Tempo und kam so zum Stehendschiessen. Dort war es ebenfalls knapp, diesmal blieben zwei Scheiben schwarz, Ich spürte, dass es eng werden könnte und ging deshalb mit hohem Tempo in die Schlussrunde. Die Zeit im Ziel betrug 19:53 Minuten und bedeutete in der Gesamtwertung den 3. Platz und die Bronzemedaille. Der Rückstand auf Platz 1 betrug 17 Sekunden. Den Sieg erkämpfte sich Jiří Stráněl, vom SK Rover vor Jaromír Šimůnek vom SKP Kornspitz.

Am Sonntag, dem 12. September fand dann ein Sprintwettkampf mit den klassischen Einzelstarts alle 20 Sekunden statt. Meine Startzeit war um11:37:20 Uhr und so war ich mittendrin im Starterfeld. Mit dem Startzeichen war ich gleich super im Wettkampf mit hohem Renntempo. Beim Liegendschiessen, machte ich 5 Schuss, nur die letzte Scheibe wollte nicht fallen, so dass ich einmal in die Strafrunde musste. Zurück auf die Laufstrecke hieß es wieder Tempo machen. Am Schießstand beim Stehendschiessen war ich konzentriert und trotzdem schoss ich zwei Fehler, leider kein perfektes Schiessen. Nun noch einmal auf die Laufstrecke, das Tempo war hoch und ich überholte weiter fleißig Konkurrenten und kam nach 19:52,8 Minuten ins Ziel. Das war der Sieg in einem ganz engen Rennen, der Vorsprung auf Platz 2 betrug 0,8 Sekunden und auf Platz 3 0,9 Sekunden. Platz 2 ging an Jiří Stráněl, vom SK Rover und Platz 3 an Ladislav Schejbal vom KB Trefa.

Das war ein schöner Abschluss des Wettkampfwochenendes mit der Goldmedaille.

Bedanken möchte ich mich bei den Trainern und dem gesamten Team von Biathlonklub St. Město, die mich erneut gut aufgenommen und auch verköstigt haben.

Jetzt stehen nur noch wenige Wettkampftermine an, am kommenden Wochenende die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr in St. Andreasberg und zum Abschluss die Tschechische Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr. Das sind nochmal zwei richtige Hammerwettkämpfe zum Abschluss der Saison.

Sieger des Hessen-Cups 2021 mit dem Kleinkalibergewehr

Am Wochenende des 28. und 29. Augusts 2021 fanden die beiden letzten Hessen-Cup Wettkämpfe im Sommerbiathlon Cross mit dem Kleinkalibergewehr in Willingen statt.

Am Samstag war das Wetter am Nachmittag herbstlich warm und der Wind blies ab und zu in den Schießstand, jedoch war es bestes Biathlonwetter für den Supersprint in der EWF Biathlonarena in Willingen. Hier war die Laufrunde 500m lang und es musste insgesamt dreimal geschossen werden, das besondere war hier, dass man die Fehler im ersten Schießen in der Strafrunde abgelten konnte. Bei den anderen Schießeinlagen hatte man maximal je 3 Nachlader zur Verfügung, musste jedoch damit alle 5 Scheiben treffen, sonst war man raus aus dem Wettkampf. Das bedeutete, am Schießstand stand der Biathlet extrem unter Druck nach der schnellen kurzen Laufrunde.

Nach dem Startschuss ging es direkt zum ersten Liegendschießen, hier schoss ich zügig, handelte mir aber eine Strafrunde ein. Danach lief ich die ersten 500m am Limit und kam so zum zweiten Liegendschießen. Auch hier blieb ein Scheibe schwarz, jedoch der erste Nachlader traf. Zurück auf die Laufstrecke und Tempo machen, so kam ich zum abschließenden Stehendschießen. Das war schwer, ich schoss zwei Fehler, die ich jedoch mit zwei Nachladern ausbügeln konnte. Jetzt nochmal eine Runde am Anschlag und ins Ziel laufen. Dort blieb die Uhr bei 8:32 stehen und ich gewann die Klasse der Herren III.

Am Sonntag fand bei regnerischem Wetter ein Massenstartrennen mit dem Kleinkalibergewehr statt. Die Strecken waren anspruchsvoll und durch den Regen richtig crossig, dennoch super zu laufen. Für meine Altersklasse ging es dort über 6 km Streckenlänge und die Laufrunden wurden nur unterbrochen für die je zwei Schießeinlagen, im Liegend- und im Stehendanschlag. Für jede nicht getroffene Scheibe hieß es eine Strafrunde zu laufen.

Ich kam gut in das Rennen und konnte ein gutes Tempo laufen, beim ersten Schießen schoss ich einen Fehler und musste so in die Strafrunde. Dann hatte ich beim Laufen Probleme das Tempo hochzuhalten, einmal auf Grund der tiefen Strecke und dann machte mein Kopf irgendwie nicht mit. Beim zweiten Liegendschießen hatte ich erneut einen Fehler und über die Strafrunde ging es zurück auf die Laufstrecke. Es lief nicht so richtig, aber ich kämpfte mich durch das Tief. Jetzt folgte das erste Schießen im Stehendanschlag und hier schoss ich zwei Fehler. Nach den Strafrunden lief das Laufen etwas besser und ich wollte beim abschließenden Stehendschiessen die Null, alles lief wie gewollt, nur der verdammte letzte Schuss ging knapp vorbei. Ein letztes Mal in die Strafrunde und nun nochmal alles geben. Das Laufen war jetzt deutlich besser und nach 36:43 Minuten kam ich ins Ziel. Auch hier gewann ich die Klasse der Herren III, war jedoch nicht ganz zufrieden, vor allem nicht mit den Kopfproblemen beim Laufen.

In der Gesamtwertung des Hessen-Cups mit dem Kleinkalibergewehr bedeutete das den Gesamtsieg in der Klasse Herren III. Ein schöner Erfolg, der nochmal genug Motivation bringen wird für die letzten Wettkämpfe im September. Denn der September hat es in sich, erst ein Tschech-Cup, dann die DM mit dem Luftgewehr und dann zum Abschluss die Tschechische Meisterschaft.

Erfolgreich in Pilsen

Auf dem Weg zu den tschechischen Meisterschaften im Sommerbiathlon Ende September in Nove Mestro, gab es am Samstag, den 14.08.2021 einen Vorbereitungswettkampf in Pilsen. Dort stand ein Sprint über 4km mit zwei Schießeinlagen, einmal Liegend und einmal Stehend auf dem Wettkampfplan. Dieser Wettkampf war für mich der Wiedereinstieg in das Wettkampfgeschehen nach der Pause im Anschluss an die Deutsche Meisterschaft.

Der Schießstand und die Laufstrecke waren anspruchsvoll und ich war voller Vorfreude, dazu kam die Hitze von 30° Celsius. Ich startete zügig, aber auf Grund der Laufstrecke nicht am Anschlag in den Wettkampf. Beim ersten Schießen lief es gut, eine Scheibe blieb stehen, so dass ich einmal in die Strafrunde musste. Nun zog ich das Lauftempo immer weiter an und machte aber beim Stehendanschlag zwei Schießfehler und musste so erneut in die Strafrunde. In der letzten Laufrunde gab ich nochmals alles und kam nach 18:55 Minuten ins Ziel. Da ist noch etwas Luft nach oben, aber ich war und bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Ich gewann meine Altersklasse M46 und hätte mit meinem Ergebnis bei den Männern sogar Platz 3 belegt. Ein guter Einstieg in die Restsaison mit dem Abschlusshöhepunkt tschechische Meisterschaft.

Gold und Silber bei Deutscher Meisterschaft

Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon mit dem Kleinkalibergewehr vom 17. Juli bis 18. Juli 2021 in der Richard Schulze Biathlonarena am Sonnenberg bei Sankt Andreasberg/Harz konnte ich wieder Medaillen sammeln und wurde erneut einmal Deutscher Meister und einmal Vizemeister.

Die Deutsche Meisterschaft begann am Samstag, den 17. Juli mit den Sprintwettbewerben. Für meine Altersklasse, die Herren III ging es bei dem Sprint über 4 Kilometer und es musste zweimal geschossen werden. Alle 30 Sekunden gab es einen Start und um 11:34 Uhr war ich an der Reihe, als Letzter der Favoriten auf den Titel in der Klasse Herren III. Ich kam gut ins Rennen und konnte mein angestrebtes Lauftempo halten, so dass alles bis zum ersten Liegendschießen klappte wie gedacht. Am Schießstand lief es jedoch nicht ganz nach Plan, denn es blieben zwei Scheiben stehen und ich musste zweimal in die Strafrunde, bevor ich wieder auf die Laufstrecke konnte. So hieß es bis zum Stehendschießen Tempo bolzen. Am Schießstand blieben gar drei Scheiben stehen, so konnte ich erst nach den Strafrunden in die Schlussrunde gehen und im Ziel zeigte die Uhr 20:26 Minuten an. Dann hieß es Geduld haben, denn das offizielle Ergebnis ließ auf sich warten. Am Ende wurde mein Gefühl bestätigt, meine Zeit reichte zum Sieg und zum Deutschen Meistertitel bei den Herren III. Die Silbermedaille ging an Stephan Werner von der SG Bingen und die Bronzemedaille sicherte sich Andreas Tempelfeld vom SV Laubach.

Am nächsten Tag, Sonntag den 18. Juli, stand der Einzelwettkampf über 7 Kilometer an. Das hieß für alle Teilnehmer 4 Schießeinlagen absolvieren und fünfmal die Crossstrecke laufen. Ich startete wieder um 11:34 Uhr und kam auch hier sehr gut in das Rennen mit hohem Lauftempo. Beim ersten Liegendschießen schoss ich einen Fehler, was eine Strafzeit von 30 Sekunden bedeutete. Während dem Laufen hielt ich das Tempo weiterhin hoch und dann folgte das erste Stehendschießen. Hier blieben zwei Scheiben stehen und somit kam eine Strafzeit von 1 Minute hinzu. Läuferisch lief es hervorragend und so kam ich recht schnell zum zweiten Liegendschießen. Hier wollte ich es ganz genau machen und die Null schießen, jedoch kam es anders und gleich drei Scheiben blieben stehen. So kamen weitere 90 Sekunden auf die Laufzeit obendrauf. Etwas gefrustet ging es zurück auf die Laufstrecke und ich lief weiter mit hohem Tempo zum abschließenden Stehendschießen. Dort konzentrierte ich mich nochmal und es klappte fast perfekt, nur eine Scheibe wollte nicht fallen. Jetzt hieß es auf der Laufrunde nochmal alles geben und mit hohem Tempo Richtung Ziel laufen. Dort blieb die Uhr bei 34:33 Minuten stehen, dazu kamen 3:30 Minuten Zeitstrafe, was eine Gesamtzeit von 38:03 Minuten ergab. Das bedeutete den zweiten Platz und die Silbermedaille. Der Sieg ging an Stephan Werner und die Bronzemedaille ging an Gerald Zielinsky von der Schützengilde Zerbst.

Somit war die Deutsche Meisterschaft schon wieder vorbei und ich konnte erneut zwei Medaillen gewinnen. Nun bereite ich mich auf den nächsten Saisonhöhepunkt vor, die tschechische Meisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr Ende September, ehe die bis jetzt erfolgreiche Saison zu Ende sein wird.

Zwei Medaillen in Ruhpolding

Am vergangenen Wochenende, 10.Juli und 11. Juli 2021, war ich bei den Bayerischen Meisterschaften im Sommerbiathlon in Ruhpolding zu Gast. Dort standen ein Sprint und ein Einzelwettkampf mit dem Kleinkalibergewehr auf dem Wettkampfplan.

Am Samstag, 10.07.2021, war nachmittags der Sprintwettkampf über 4km mit 2 Schießeinlagen angesetzt. Es war wie in Bayern zu erwarten eine starke Konkurrenz am Start, darunter neben den bekannten Biathleten, Erwin Weber und Andreas Bayer auch zwei neue Altersklassenteilnehmer mit Albert Hinterstoisser und Albert Staller. Das Wetter war mit 30° C sehr heiß, jedoch gab es immer wieder mal auffrischenden Wind am Schießstand und auch auf der Gegengerade der Laufstrecke. Diese war wellig mit giftigen Steigungen.

Mein Start war um 15:05 Uhr und ich lief mit einem hohen Tempo die erste Laufrunde. Das erste Schießen im Liegendanschlag war fast perfekt, nur eine Scheibe blieb stehen. Ein sehr guter Auftakt am Schießstand und ich drückte in der zweiten Runde beim Laufen richtig aufs Tempo, so kam ich auch an den Schießstand zum abschließendem Stehendschießen. Dort fiel es mir schwer den Anschlag stabil zu bekommen und schoss deshalb 4 Fehler. Etwas ungläubig lief ich die vier Strafrunden und versuchte das Tempo hochzuhalten. Nach 20:38 Minuten kam ich enttäuscht ins Ziel, denn das mit dem Stehendschießen hatte ich mir anders vorgestellt. Das ergab am Ende den 3. Platz in der offenen Wertung der Bayerischen Meisterschaft.

Am Sonntag hatte ich mir natürlich vorgenommen erneut anzugreifen und es am Schießstand besser zu machen. Ich startete als zweiter meiner Altersklasse direkt hinter dem Sieger des Vortages um 15:02:30 Uhr in den Einzelwettkampf. Hier waren 4 Schießeinlagen zu absolvieren, immer abwechselnd liegend und stehend mit der Laufstrecke von 7km Länge. Ich lief zügig aber etwas kontrollierter an, bedingt durch die Erfahrung des Vortages. Das Liegendschießen begann super, die ersten 3 Schieben fielen, die restlichen beiden nicht, somit hatte ich eine Strafminute beisammen. Ich erhöhte den Druck auf meinen Konkurrenten, der 30 Sekunden vor mir gestartet war, und verkürzte den Abstand. Das erste Stehendschießen lief perfekt, 5 Schuss und 5 Treffer. Ich kam noch näher an den Vordermann heran und so ging es zum zweiten Liegendschießen. Wieder blieben zwei Schieben stehen, erneut eine Minute obendrauf auf die Laufzeit. Mein Tempo war hoch, ich fühlte mich gut und so kam das abschließende Stehendschießen. Hier blieben ebenfalls zwei Scheiben stehen, so dass ich erneut eine Minute auf die Laufzeit kassierte. Mein Vordermann drückte jetzt gehörig aufs Tempo, ich versuchte den Abstand nicht zu groß werden zu lassen und kämpfte. Mit einer Zeit von 34:02 Minuten kam ich ins Ziel, was eine Endzeit von 37:02 Minuten ergab. Das war der 1. Platz in der offenen Meisterschaftswertung der Herren III, weil ich in der Summe die beste Gesamtzeit hatte. Mein Vordermann war zwar etwas schneller gelaufen, hatte aber mehr Fehler geschossen und somit mehr Zeitaufschlag erhalten. Zufrieden ging ich zur Siegerehrung und dann auf die Heimreise. Es waren zwei anstrengende Wettkämpfe in Ruhpolding und ein Wiedersehen mit Freunden.

Silbernes Wettkampfwochenende

Am Wochenende vom 26. bis 27. Juni 2021 startete ich in der 1. Runde beim Tschechischen Pokal im Sommerbiathlon in Bystřice pod Hostýnem.

Es waren für mich die ersten wichtigen Sommerbiathlonwettkämpfe 2021. Bei dem Training am Freitag, konnte ich mich mit dem Schießstand vertraut machen und konnte auch die schöne, anspruchsvolle, reine Crosslaufstrecke unter meine Füße nehmen und testen. Es war für das Wochenende Hitze vorausgesagt, das würde es dann eventuell noch schwieriger machen, da einige Passagen der Strecke in der prallen Sonne liegen.

Am Samstag, dem 26. Juni fand dann ein Massenstartwettkampf mit den klassischen 4 Schießeinlagen statt, nach zweimal Liegendanschlag folgen zwei im Stehendanschlag. Unsere

Klasse, die M46, bildete den Abschluss der Wettkämpfe an diesem Tag mit dem Start um 16:30 Uhr. Ich hatte hier die Startnummer 259 und stand als Gast mitten drin in der Startaufstellung.

Mit dem Startschuss reihte ich mich erstmal in das Läuferfeld ein und lief mit dem Läuferfeld mit, ich fand einen guten Laufrhythmus und begann zu überholen und lag vor dem ersten Schießen auf Position 3. Ich traf dreimal und so musste ich in die Strafrunde und kam an Position 3 zurück auf die Laufstrecke. Die Spitze war unmittelbar vor mir und ich lief direkt dahinter zum zweiten Liegendschiessen. Es lief hier fast alles nach Wunsch nur eine Scheibe blieb stehen. Jetzt lag ich an Position 2 und verkürzte erneut den Rückstand. Beim ersten Stehendschiessen war ich zu ängstlich und wollte es zu genau machen, der letzte Schuss verfehlte knapp sein Ziel und ich musste erneut in die Extrarunde. Ich lag immer noch auf Position 2 mit leichtem Rückstand und wollte daher beim letzten Schießen die Null. Das letzte Schießen lief ebenfalls nicht perfekt, wiederum blieb eine Scheibe stehen und ich ging als Zweiter in die letzte Laufrunde. Nach 30:16 Minuten kam ich als Zweiter ins Ziel und war erstmal geschafft, aber zufrieden mit meiner Leistung.

Am Sonntag, dem 27. Juni stand dann ein klassischer Sprintwettkampf auf dem Plan, mit zwei Schießeinlagen und Einzelstarts alle 30 Sekunden. In meiner Altersklasse der Herren46 hatten sich 26 Starter gemeldet. Ich startete mit der Startnummer 268 als vorletzter Starter der gesamten Konkurrenz. Mit dem Startschuss um 11:59 Uhr fand ich auch gleich das richtige Wettkampftempo bei heißen Temperaturen. Ich kam zum ersten Schiessen und gleich die ersten beiden Scheiben fielen nicht, kein perfekter Beginn und so konnte ich nur über den Umweg der Strafrunde zurück auf die schwere Laufstrecke. Ich versuchte das Tempo so hoch zu halten wie es nur ging und kam zum Stehendschießen. Hier ging der erste und der letzte Schuss daneben, aber alle anderen Schüsse trafen ihr Ziel. Über einen weiteren kurzen Umweg ging es zurück auf die Laufstrecke und ich lief so schnell wie es ging auf der Laufrunde. Nach 19:59 Minuten war ich im Ziel und wurde erneut Zweiter, 10 Sekunden fehlten zum Sieg, mit einem besseren Schießen wäre es der erste Platz geworden. Dennoch ein schöner Abschluss dieses Wettkampfwochenendes in Tschechien.

Ein besonderer Dank gilt den Biathleten von Staré Město pod Landštejnem rund um Luboš und Frantisek Schorný, welche mich herzlich in ihr Team aufnahmen und betreuten. Es hat mich wieder sehr gefreut diese Freundschaft zu leben.

Erfolgreicher Saisonauftakt in Deutschland

Am Sonntagfrüh den 06.06.2021 fuhr ich an den Butterdamm nach Zerbst, dort fand der Saisonauftakt in Deutschland mit dem KK Gewehr statt. Es war zuerst ein Einzelwettkampf über 7km geplant und fast direkt danach ein Sprintwettkampf über 4km, es waren die ersten Wettkämpfe nach der langen Pause.

Beim ersten Wettkampf musste viermal geschossen werden und es gab hier pro Fehlschuss eine Strafzeit von 30 Sekunden. Die Reihenfolge der Schießeinlagen war abwechselnd liegend und stehend.

Um 10:17 Uhr hieß es „3,2,1, los“ und ich wurde in meinen Wettkampf geschickt. Nach einer schnellen ersten Runde ließ ich beim ersten Schießen eine Scheibe stehen. So ging es aber leider nicht weiter und am Ende hieß es 1/2/1/3 Schießfehler und eine Laufzeit von 34:21 Minuten. Das ergab dann das Endergebnis von 37:51 Minuten, trotzdem gewann ich die Herren Klasse III vor Gerald Zielinsky.

Der zweite Wettkampf, der Sprint mit zwei Schießeinlagen, begann für mich 12:14 Uhr, also gab es keine große Erholungspause. Das Laufen ging besser als erwartet, ich konnte ein gutes Tempo laufen und so kam ich zum ersten Schießen. Hier blieben 2 Scheiben stehen, es gab bei diesem Wettkampf pro Fehlschuss eine Zeitstrafe von 20 Sekunden. Zurück auf der Laufstrecke lief es richtig gut. Beim Stehendschießen passierte mir dann ein sogenanntes „Crossfire“, ich traf alle Scheiben, jedoch auf die des Nachbarstandes! Tja, statt alles getroffen hieß es nun 1:40 Minuten Zeitaufschlag. Mit dieser Enttäuschung ging es in die letzte Runde und mit einer Laufzeit von 18:51 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Zu meiner Überraschung belegte ich auch hier den ersten Platz in einer Zeit von 21:14 Minuten, unglaublich. Es gibt noch einiges zu verbessern und lieber habe ich die Fehler jetzt gemacht als bei der Deutschen Meisterschaft.

Wettkampfauftakt erneut in Tschechien

Die Saison 2021 begann wie bereits im letzten Jahr erneut in Tschechien, diesmal in Liberec beim ansässigen Biathlonverein. Es war auch die Auftaktveranstaltung der dortigen Biathleten der Region und den Aussagen des Veranstalters nach gab es einen Teilnehmerrekord.

Die Strecke war sehr anspruchsvoll, ständig hoch und runter, sehr viele Richtungsänderungen und alles auf Trails mit vielen Wurzeln, Pfützen, Schlamm, also ganz nach meinem Geschmack.

Nach der langen Wettkampfpause wusste ich überhaupt nicht, wie mein momentaner Leistungsstand ist, aber ich war voller Freude auf den Wettkampf und darauf das es endlich losgeht. Um 16:04 Uhr war mein Start und es ging direkt los, der erste Anstieg war schon hart. Es lief aber auch das erste Schießen im liegenden Anschlag war perfekt, fünf Schuss – fünf Treffer! Was für ein Auftakt, die Strecke forderte alles von einem und so kam das zweite Schießen, im stehenden Anschlag, der verflixte letzte Schuss, so dass eine Scheibe stehen blieb. Nach dem kurzen Umweg mit der Strafrunde ging ich in die Schlussrunde. Ich kämpfte damit das Tempo hochzuhalten, denn ich merkte die Kraft ließ nach. So kam dann am letzten Anstieg vor dem Ziel das Gefühl es geht nichts mehr, so als ob einer den Stecker gezogen hätte. Ich kämpfte mich ins Ziel und nach 19:12 Minuten blieb die Uhr stehen. Ich war ans Limit gegangen, das war gut und auch zu erwarten gewesen, dafür sind ja die Wettkämpfe in der Vorbereitung gedacht.

Als Ergebnis gab es einen 2. Platz mit einem fast perfekten Schießen und einer Standortbestimmung im Laufen, damit war ich zufrieden und weiß, an welchen Stellen ich noch arbeiten muss. Ein gelungener Einstand in die Sommerbiathlonsaison.